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Holsteinischer Courier

24. März 2017 | 23:06 Uhr

tierhilfe : Tierhilfe: Kastrationsaktion gegen wilde Katzenkolonien

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Verein startet Aktion, um die unkontrollierte Vermehrung wilder und zahmer Katzen zu bekämpfen

Neumünster | Die Betreuung der Fundtiere für die Stadt ist beendet, doch die Käfige der Tierhilfe sind voll belegt. „Wir arbeiten weiterhin mit der Stadt in bestem Einvernehmen zusammen, auch über dieses Projekt hinaus. Wo wir helfen können, tun wir das“, sagt Susanne Eckmann, Vorsitzende der Tierhilfe. Der Verein hatte seine Zusammenarbeit bis Februar verlängert und dann aufgehört (der Courier berichtete). Nun startet er mit neuen Aktionen ins Frühjahr.

Ein Hauptziel ist der Kampf gegen die wilden Katzenkolonien, die unkontrollierte Vermehrung und das Sterben hungernder und kranker Katzenjungen, aber auch den ungeplanten Nachwuchs von Hauskatzen. Darum bietet der Verein in Zusammenarbeit mit den Tierärzten der Stadt eine Kastrationsaktion für Katzen an, die Hartz-IV-Empfängern gehören. „Sie können an den nächsten drei Sonnabenden von 11 bis 13 Uhr mit ihrer Hartz-IV-Bescheinigung und ihrem Personalausweis bei uns vorbeikommen. Für 20 Euro erhalten sie dann eine Bescheinigung, mit der sie zu jedem Tierarzt in Neumünster gehen können“, sagt Susanne Eckmann. Sie ist außerdem mit ihren Mitstreitern in Einfeld, in Gartenkolonien und mehreren Umlandgemeinden unterwegs, um wilde Katzen zu fangen. „Wichtig ist auch, dass die Leute uns die Bestände melden“, sagt sie. Das sollte jeweils freitags von 18 bis 20 Uhr geschehen oder per E-Mail (info@tierhilfe-nms.de). Das Einfangen der Tiere ist manchmal schwierig. Hilfreich dabei ist eine neue Lebendfalle, die per Leinenzug auf den Futterplatz hinunterfällt.

„Einige Leute hatten den Eindruck, wir hören als Verein nach dem Projekt mit der Stadt auf. Das ist nicht so, im Gegenteil“, sagt Susanne Eckmann. Die Arbeit ist jetzt nur insofern leichter, als dass keine nächtlichen Alarmanrufe wegen Notfällen kommen. Die Tierhilfe kümmert sich wie bisher auch vor allem um Katzen und um Kleintiere. Gerade ist ein ganzer Schwung Kaninchen hereingekommen. Umso größer war die Freude, dass die Stiftung Tierschutz dem Verein jetzt für 2500 Euro einen dritten Quarantänekäfig spendierte. Und auch der ist schon belegt mit einem jungen, wilden Kater.

Die Aktion für Hartz-IV-Empfänger läuft an drei Sonnabenden (18.3./25.3./1.4.) von 11 bis 13 Uhr; in dieser Zeit können Interessierte an der Plöner Straße 141 vorbeikommen.

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erstellt am 19.Mär.2017 | 10:00 Uhr

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