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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 10:42 Uhr

Tierauffangstelle : Tierheim-Team arbeitet Liste ab

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadt: Fundtierliste ist noch nicht vollständig / Team ist vor Ort und betreut die Tiere immer noch

Neumünster | Das Tierheim wurde zwar von der Stadt geschlossen (der Courier berichtete), aber hinter den Kulissen tut sich einiges. Zurzeit arbeitet das Tierheim-Team mit Gisela Bünz, der Vorsitzenden des Tierschutzvereins, die Liste ab, die die Stadt verlangt.

„Wir beobachten das genau und haben auch schon eine Liste der Fundtiere erhalten. Die war allerdings unvollständig  und muss noch nachgebessert werden“, sagte gestern Stadtsprecher Stephan Beitz. Ob die Tiere in der Auffangstelle wie angedroht nach Kiel umziehen müssen oder nicht, stehe noch nicht fest. „Das muss man sehen, wie die Entwicklung weiter geht“, so Beitz.

Auch wenn das Tierheim zu ist, sind Mitarbeiter präsent –  wie immer. „Die Tiere sind vor Ort, also sind wir auch da. Alle Tiere sind gesund, wir versorgen sie so wie immer“, sagt Gisela Bünz und betont: „Das Tierwohl war nie bei uns gefährdet. Wir kämpfen darum, dass die Tiere nicht ausquartiert werden, das wäre der Horror. Aber es ist ein schwebendes Verfahren, wir haben noch kein Signal von der Stadt.“ Sie und ihr Team hoffen, dass die  endgültige Schließung abgewendet werden könne.

Derweil werden verschiedene Dinge erledigt oder geplant. Verlangt von der Stadt wurde die pünktliche Abgabe der Fundtier-Liste. Diese wurde zwar fristgerecht abgegeben, es fehlten aber noch  einige Details. „Da sitze ich jetzt gerade zu Hause drüber und erledige das“, sagt Gisela Bünz. Weiterhin soll auch die Beschilderung der Katzen- und Hundehäuser verbessert und der Zugang für Besucher nur kontrolliert möglich sein. „Wir müssen also ein anderes Tor einbauen, bisher konnte quasi jeder aufs Gelände. Wir haben nichts zu verbergen. In Zukunft sollen nur noch bestimmte Besucher hereinkommen können“, so Gisela Bünz. Auch ein Computer soll angeschafft werden.

Zurzeit sind noch alle Tiere vor Ort. „Falls sie ins Tierheim nach Kiel transportiert werden, ist das keine gute Prozedur  für die Tiere. Sie müssten sich neu eingewöhnen. Außerdem kostet die Stadt jede Ausquartierung ja auch Geld“, sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins. Erneut kündigte sie gestern an, dass  die Tierärztin Dr. Stephanie Jette Uhde aus Kiel die Leitung der Tierauffangstelle übernehmen werde. Sie habe zwar noch keinen Vertrag unterschrieben, werde das aber sicher tun. „Sie ist zurzeit im Urlaub, wird die Leitung dann neu übernehmen. Etwas Besseres als so einen Neuanfang kann sich die Stadt doch nicht wünschen.“

Fundtiere oder Tiere aus schlechter Haltung landen zurzeit bei der Tierhilfe an der Plöner Straße 141. In der vergangenen Woche waren das  zwei Hunde und vier Katzen. „Hunde bleiben in der Regel einen Tag bei uns. Wir warten, ob sich jemand meldet, und dann kommen sie  ins  Kieler Tierheim. Katzen fahren wir dorthin, wenn unsere räumlichen Kapazitäten ausgeschöpft sind“, sagt Susanne Eckmann von der Tierhilfe, die selbst zwei Jahre die Tierauffangstelle geleitet hat.

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erstellt am 10.Aug.2016 | 09:00 Uhr

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