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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 10:01 Uhr

Verein Umweltfreundliches Neumünster : TEV-Gegner lassen wieder Bodenproben analysieren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Messstellen sind die gleichen wie vor elf Jahren.

Neumünster | Elf Jahre nach einer ersten Probenentnahme haben die im Verein „Umweltfreundliches Neumünster“ (UN) organisierten Kritiker der Thermischen Ersatzbrennstoff-Verwertungsanlage (TEV) gestern erneut Bodenproben ziehen lassen. Wie schon 2005 (damals noch vor dem Bau der TEV an der Bismarckstraße) war der Diplom-Geologe Ingo Ratajczak aus Holtsee damit betraut.

Und mit Ausnahme der inzwischen überbauten Hofstelle Tuchtenhagen am Süderdorfkamp in Tungendorf wurden auch wieder die alten Messstellen ausgewählt. Ratajczak maß dafür an der Wilhelm-Dorn-Straße, an der Kieler Straße, der Roonstraße, am Brüningsweg und am Heidackerskamp jeweils ein drei mal drei Meter großes Feld ab und nahm aus bis zu zehn Zentimetern Tiefe mit einem Bohrer jeweils neun Proben. „Die Ergebnisse liegen im Labor in etwa zwei Wochen vor. Dann muss das Ergebnis analysiert werden und mit den Proben von 2005 verglichen werden“, sagte Ratajczak.

„Wir bleiben am Thema dran und fragen: Hat sich durch die Müllverbrennung in der Innenstadt etwas verändert für die Bürger?“, sagte Gerhart H. Walter vom UN. Die von den Stadtwerken bekannt gegebenen Emissionswerte seien immer nur Mischwerte. „Wir wollen wissen, was unten ankommt an Immissionen“, sagte Walter. 2005 war das Ergebnis, dass Neumünster eine hohe Vorbelastung durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) hat. „Das ist nichts Neues. Neumünster war und ist eine Industriestadt“, sagte Ratajczak.

Stadtwerke-Sprecher Nikolaus Schmidt blickt den Bodenprobenanalysen gelassen entgegen. „Wir veröffentlichen jedes Jahr die TEV-Emissionswerte. Und die lagen kontinuierlich unter den strengen Werten der Vereinbarung mit der Bürgerinitiative“, so Schmidt: „Wir steuern die Anlage verantwortungsbewusst und stellen uns der Aufgabe, unter den strengen Grenzwerten zu bleiben.“ 

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erstellt am 27.Sep.2016 | 07:45 Uhr

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