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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 01:35 Uhr

So schmeckt der Sommer : Süße Früchtchen sind heiß begehrt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Erdbeer-Saison läuft. Die erste Ernte aus heimischer Produktion ist der Renner auf dem Wochenmarkt

Neumünster | Prall, üppig, leuchtend rot und wunderbar duftend: Die Rede ist nicht von einer schönen Frau, sondern von Erdbeeren. Seit einigen Tagen liegen die leckeren Früchtchen aus heimischem Anbau in den Obstabteilungen – und waren am Freitag und Sonnabend auf dem Wochenmarkt heiß begehrt. Nicht nur die Kunden, sondern auch die Markthändler schätzen das klassische Sommerobst.

„Die Erdbeeren sind der Renner, jetzt muss nur das Wetter mitspielen. Jetzt gibt es gerade die ersten norddeutschen Erdbeeren, unsere sind zurzeit aus Winsen an der Luhe“, sagt Händler Klaus Wischnewski. Da das Wetter zu lange zu kalt gewesen sei, habe sich die Saison etwas verzögert. „Darum hat der Preis ein bisschen angezogen, die 500-Gramm-Schale kostet zwischen 3,20 und 3,80 Euro, unter 3 Euro kriegt man sie jetzt nicht“, sagt der 55-Jährige. Für ihn sind die Erdbeeren eine Leckerei mit Kalorien: „Ich denke dabei an Erdbeeren mit Eis, Sahne, Vanillesoße und einen Klecks Eierlikör“, sagt er lachend. Seine Frau Britta isst Erdbeeren am liebsten mit süßer Schlagsahne – und der Appetit ist da: „Wir hatten eine lange kalte Zeit.“

Neben der klassischen Erdbeertorte kann man aber auch Erdbeer-Bowle machen oder Marmelade oder pur mit Sahne und Zucker mit Trüffelstreuseln drüber, zählt Klaus Wischnewski weitere Variationen auf. Er ist zuversichtlich: „Die Ernte läuft jetzt an, und wie ich bisher von den Anbauern hörte, haben die Pflanzen gut angesetzt. Jetzt brauchen die Erdbeeren aber Sonne.“

Frische Erdbeeren und Spargel haben sich die Tanzstudio-Inhaberin Birgit Prasse und ihre Freundin Kathrin Feldmann aus Marburg gekauft. „Diese klassische Variante mit neuen Kartoffeln und Hollandaise-Soße oder zerlassener Butter ist unser absolutes Mai-Essen, das kommt drei bis fünf Mal in der Woche auf den Tisch“, sagen sie. „Wir naschen Erdbeeren weg wie Bonbons, sie sind der Inbegriff des startenden Sommers“, sagt Birgit Prasse. Beide bevorzugen die regionale Ernte, weil die am besten schmecken – und „für die Kinder ist das etwas Gesundes zum Naschen.“ Kathrin Feldmann ist gebürtige Stockelsdorferin: „Mit selbstgemachter Erdbeer-Rhabarber-Marmelade bin ich groß geworden, und als Kind habe ich mir mit Erdbeerpflücken mein Taschengeld verdient.“

„Ab nächster Woche kommt unsere eigene Ernte auf den Markt. Auch alle anderen Betriebe stehen in den Startlöchern“, sagt Claudia Blohm vom Obsthof Blohm aus Neuenrade. Der Betrieb baut auf einem halben Hektar die frühen, mittelfrühen und späten Sorten Honeyoe, Sonata, Clerry, Florenz und Malvina an. „Wir brauchen nur gutes warmes Wetter, dann geht das los!, sagt die 32-Jährige voller Vorfreude – sie mag die roten Früchtchen am liebsten pur.

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erstellt am 30.Mai.2016 | 12:00 Uhr

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