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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 13:10 Uhr

Tungendorf : Streit um Radwegmarkierung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Radfahrclub ADFC moniert Furt vom Stoverweg in die Wilhelminenstraße

Neumünster | Kurt Feldmann-Jäger ist 2. Vorsitzender im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC und sauer: Seiner Meinung nach wurde in der vergangenen Woche eine fehlerhafte Furt für Radler erneuert, die vom Stoverweg in Tungendorf über die Kieler Straße weiter in die Wilhelminenstraße fahren wollen.

Die Radfahrer werden dort von einem Radweg auf einen Fußweg gelotst, den Radfahrer mit benutzen dürfen. „Damit wurde ein wesentlicher Kritikpunkt und Unfallgefahrenpunkt zementiert, obwohl hier – allseits anerkannt – eine dringende Verbesserungsmaßnahme notwendig ist“, teilte Kurt Feldmann Jäger mit.

Schon auf einer der sogenannten Brennpunktetouren mit Verwaltung, Politik, Polizei und Verkehrsverbänden im Mai 2015 seien sich die Teilnehmer einig gewesen, dass diese Radwegführung nicht mehr tragbar sei, teilte Feldmann-Jäger mit. Da die frühere Benutzungspflicht des Gehwegs auch für Radfahrer schon seit Längerem aufgehoben sei, müsse die Furt die Radfahrer auf die Straße und nicht auf den Gehweg führen, sagt der Radfahrer-Lobbyist.

Feldmann-Jäger spricht von einem „Skandal“, der davon zeuge, „wie weit wir von der Umsetzung des Zehn-Punkte-Programms zum Radverkehr entfernt sind“. Er fordert, die „erneut fehlerhafte Markierung umgehend zu entfernen“ und behält sich vor, eine ausführliche Bürgeranfrage an den Bau-, Planungs- und Umweltausschuss und an die Ratsversammlung zu stellen.

Neumünsters Verkehrsplaner Michael Köwer bestätigt, dass dies eine „heikle Kreuzung“ sei. „Das zeigt auch die Unfallstatistik“, so Michael Köwer. Ob die jetzt erneuerte Markierung „ein Fehler ist oder so machbar ist“, könne er jetzt nicht bewerten. Köwer: „Es ist kein Gefahrenpunkt geschaffen worden. Ich sehe da keine Gefahr im Verzug.“

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erstellt am 23.Aug.2016 | 08:45 Uhr

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