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Holsteinischer Courier

02. Dezember 2016 | 23:26 Uhr

Bornhöved : Straßenausbau verärgert Bürger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach der L 69-Sanierung gibt es mehr Verkehr im Silgen Bargen.

Bornhöved | Bornhöved hat bei der Sanierung von Straßen und Wegen noch eine lange Prioritätenliste abzuarbeiten. Dazu gehören auch der Straßenausbau wie etwa im Silgen Bargen. Die Entscheidung über den teilweise erforderlichen Ausbau sowie eine grundsätzliche Erschließung enthält allerdings Zündstoff und sorgte am Donnerstag für eine lebhafte Bürgerfragestunde während der Sitzung der Gemeindevertretung. Ein Grund ist die Kostenbeteiligung der Anlieger.

„Für den Ausbaubereich sieht die Satzung 49 Prozent und für den Erschließungsbereich 90 Prozent der Kosten als Anliegerbeitrag vor“, erklärte Bornhöveds Bürgermeister Dietrich Schwarz (SPD). Näheres zu den Kosten und zum Ausbau soll in einer Anliegerversammlung am 1. November erläutert werden. Dann sei ausreichend Zeit, über die Fragen zu sprechen, so Schwarz. Was den Anwohnern sauer aufstößt, ist der zurzeit erhöhte Schwerlastverkehr im Silgen Bargen. Erst vor wenigen Tagen wurde auf der angrenzenden Landesstraße 69 vom Silgen Bargen über den Kronberg und die Mühlenstraße bis zum Alten Markt die Straßendecke erneuert. Eine Grundsanierung gab es nicht, bemängeln die Bürger. Dafür gibt es jetzt eine Begrenzung auf 7,5 Tonnen und 30 Stundenkilometer. Damit ist der Schwerlastverkehr von Kieslastern oder landwirtschaftlichem Ernteverkehr mit schweren Fahrzeugen von der Strecke verbannt. Seitdem werde als Ersatz der Silgen Bargen genutzt, so die Bürger. Das sei der denkbar schlechteste Zeitpunkt für einen Ausbau der Straße, hieß es. Das Land spare mit kleinen Lösungen. Danach sollen die Anlieger mit hohen Kostenanteilen einen Straßenausbau finanzieren, der dann unter dem Schwerlastverkehr leidet, lautete die Befürchtung.

Auch Bornhöveds Bauausschussvorsitzender Stefan Bein ist mit der Entwicklung nicht glücklich. Seit drei Jahren liegen die fertigen Pläne für eine Grundsanierung der Landesstraße in der Schublade, wird Geld in den Haushalt gestellt und immer wieder wird die Planung verschoben. Jetzt hat es eine reine Fahrbahnerneuerung durch das Land gegeben. „Wie die Lösung aussehen wird, darüber soll unter Einbindung der Anwohner noch bis zum Jahresende entschieden werden“, kündigte Dietrich Schwarz an.

Positiv entwickelt sich die Versorgungssituation für die Einwohner. Sowohl Edeka als auch Lidl haben den Neubau größerer Märkte in der Gemeinde beschlossen, berichtete Schwarz.

Außerdem soll es im November Gespräche mit der Kirche und der Landgesellschaft zur Entwicklung eines Neubaugebietes mit etwa 30 bis 40 Häusern geben. Im Zusammenhang mit der Ortsentwicklung erhielt außerdem die Besetzung eines nichtständigen Ausschusses für die Ortsentwicklung mit fünf Sitzen die Zustimmung der Gemeindevertretung. Die Besetzung erfolgt mit dem Bürgermeister und den vier Fraktionsvorsitzenden der Gemeinde.  

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