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Holsteinischer Courier

30. März 2017 | 18:46 Uhr

Landtagswahl : Stimmzettel erstmals in Farbe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

8 Direktkandidaten und 13 Parteien treten zur Landtagswahl an. Kreiswahlausschuss entschied gestern über die Zulassung der Vorschläge

Neumünster | Die Freien Demokraten waren am schnellsten und schlugen bereits Ende November Peter Janetzky als ihren Direktkandidaten für die Landtagswahl am 7. Mai vor. Die „Alternative für Deutschland“ (AFD) reichte ihren Vorschlag am 10. März und damit drei Tage vor Fristende ein. Gestern tagte im Rathaus der Kreiswahlausschuss unter Leitung von Udo Wachholz und beschloss nach Prüfung aller Unterlagen: Es gibt keine Mängel. Alle acht Direktkandidaten im Wahlkreis 11 Neumünster/Boostedt sind zugelassen und können antreten.

Für die CDU ist das Neumünsters Kreisvorsitzender Wolf Rüdiger Fehrs. Für die SPD möchte die 2012 direkt gewählte Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Kirsten Eickhoff-Weber ihr Mandat verteidigen. Aminata Touré tritt für Bündnis 90/Die Grünen an und ist die einzige Direktkandidatin, die nicht in Neumünster wohnt (sondern in Kiel). Die FDP schickt Peter Janetzky ins Rennen, die Piraten bieten Cord Böge auf. Die Linke hat Heinrich Wadle aufgestellt, die AFD Bernd Wiegmann. Und für die Liberal-Konservativen Reformer tritt deren Spitzenkandidat Jürgen Joost an.

Bei den Zweitstimmen, die maßgeblich sind für die Verteilung der Sitze im nächsten Landtag, haben die Wähler sogar die Auswahl zwischen 13 Parteien. Nur mit ihrer Landesliste, also ohne einen Direktkandidaten, treten in Neumünster/Boostedt zusätzlich zu den genannten Parteien noch der Südschleswigsche Wählerverband SSW, die Familien-Partei, die Freien Wähler, die „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Elternförderung und basisdemokratische Initiative“ sowie die Partei „Zukunft. Schleswig-Holstein“ an.

Da erstmals bei einer Landtagswahl auch Jugendliche ab 16 Jahren mitwählen dürfen, gibt es knapp 66  000 Wahlberechtigte in Neumünster und etwa 3100 in Boostedt, berichtete der stellvertretende Kreiswahlleiter Volker Bernaschek. Der Wahlkreis 11 Neumünster/Boostedt ist in Neumünster in 44 Wahlbezirke und drei Briefwahlbezirke aufgeteilt. Letztere werden erstmals zentral ausgezählt. Dazu kommen noch drei Wahlbezirke in Boostedt. Mobile Wahlvorstände wird es nur noch in den Alten- und Pflegeheimen Hog’n Dor, Haus Berlin und Haus an der Stör geben. Andere Einrichtungen zeigten kein Interesse.

Gewöhnungsbedürftig ist der neue Stimmzettel. Er hat das Format A 3+ und ist damit mehr als doppelt so groß wie bei der vorangegangenen Landtagswahl. Das liegt auch daran, dass zur besseren Erkennbarkeit erstmals auch die Logos der Parteien in Farbe mit abgedruckt sind.

Den Kreiswahlausschuss bilden Verwaltungsdirektor Udo Wachholz als Vorsitzender, Stadtamtmann Volker Bernaschek als Stellvertreter und diese Beisitzer als Vertreter der Parteien: Thorben Pries und Peter Jessen (beide für die CDU), Ilse Milkert, Karsten Schröder und Jens Meisner (alle für die SPD), Marianne Lingelbach (FDP) und Ronald Harry Haller (Linke). Klaus-Dieter Iwers als Vertreter der Grünen war gestern verhindert.

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erstellt am 18.Mär.2017 | 09:00 Uhr

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