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27. November 2014 | 12:44 Uhr

IGS Brachenfeld : Stehende Ovationen für "Frühlingserwachen"

vom

IGS-Schüler hauchen Frank Wedekinds Drama gegen die verheerenden Folgen überzogener Prüderie als Rockmusical neues Leben ein. Sechs weitere Aufführungen bis Mai.

Neumünster | Die stehenden Ovationen hatte sich das Musical-Ensemble der IGS Brachenfeld für ihre Premierenvorstellung redlich verdient. Mit dem hierzulande noch recht unbekannten Rockmusical "Frühlings Erwachen" nach Frank Wedekinds Drama von 1891 (als "Spring Awakening" 2006 in New York uraufgeführt) haben sich die 20 Schüler im Alter von 18 bis 20 Jahren an schweren Stoff gewagt, diesen aber vor 240 Besuchern großartig umgesetzt.

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In dem Stück, das im 19. Jahrhundert spielt, geht es um Jugendliche, die sich mitten in der Pubertät mit Liebe, dem ersten Sex, schlüpfrigen Träumen und Homosexualität auseinandersetzen müssen. Themen, die selbst heute noch einigen Menschen die Schamesröte ins Gesicht treiben. Damals waren sie aber geradezu skandalös, wodurch die Geschichte überhaupt erst an Brisanz gewinnt.

Die Kinder sind dem Druck ausgesetzt, den sie von zu Hause und von Seiten der Schule und der Kirche erfahren. Die junge Wendla (Johanna Jeske), die ihre Mutter (Katja Ahorn) inständig darum bittet, sie aufzuklären, erfährt lediglich, dass sie einen Mann ganz besonders lieben und mit ihm verheiratet sein muss. Moritz (Jan Gooß, in der Zweitbesetzung Tjark Kandulski) verrät seinem Schulfreund Melchior (Jonas Grabbet, in der Zweitbesetzung Mario Schnitzler) wiederum, dass er von Frauenbeinen in Strümpfen träumt. Melchior, der im Gegensatz zu allen anderen durchaus aufgeklärt ist, hilft seinem Freund, indem er ihm eine Lektüre mit dem Titel "Der Beischlaf" schreibt. Den Jugendlichen wird das im Laufe des Stücks zum bitteren Verhängnis.

Wie es sich für ein Musical gehört, haben die Darsteller die meisten Passagen des Stücks live gesungen. Für das Bühnenbild und die Kostüme gab es professionelle Hilfe von Elisabeth Richter, Kostüm- und Bühnenbildnerin am Kieler Opernhaus.

"Wir haben seit vergangenem Sommer mehr als 100 Stunden an dem Stück gearbeitet und noch nie zuvor so einen Riesen-Aufwand für eine Produktion betrieben", verriet Tilmann Weiherich, der das Projekt gemeinsam mit Christian Schröder leitet.

Weitere Aufführungen in der Schule sind am 26. und 28. Februar, am 8. März, am 18. und 24. April sowie am 3. Mai. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Karten ab 6 Euro gibt es im Konzertbüro Auch & Kneidl, auf dem Großflecken, Tel. 4 40 64.

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erstellt am 25.Feb.2013 | 08:08 Uhr

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