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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 11:24 Uhr

Neue Pläne : Stadtwerke wollen Nachtbusse einsetzen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember soll es drei neue Linien geben / Geplant ist, das Anrufsammeltaxi abzuschaffen

Neumünster | Wer nach dem Theater-, Disco- oder Kinobesuch nach Hause möchte oder am späteren Abend noch Freunde besuchen will, kann dafür im Stadtgebiet künftig auch den Bus nehmen. Die Stadtwerke (SWN) planen zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember, ihr Angebot in den Abendstunden sowie am Wochenende frühmorgens deutlich auszuweiten. Drei neue Nachtbus-Linien sollen eingerichtet werden. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die die Ratsversammlung am 22. November zur Kenntnis nehmen soll.

Geplant sind die neue Linie 621 nach Einfeld und Tungendorf, die Linie 622 in die Gartenstadt, in die Böcklersiedlung und nach Faldera sowie die Linie 623 nach Wittorf, Gadeland und Ruthenberg. Die Spätbusse sollen von 20.50 Uhr (sonntags bereits ab 17.50 Uhr) bis 22.50 Uhr ab Hauptbahnhof im Stundentakt fahren, in den Nächten zu Sonnabend sowie zu Sonntag bis 0.50 Uhr. Ergänzend sollen Frühbusse am Sonnabend um 4.55 Uhr und 5.55 Uhr und am Sonntag um 6.55 Uhr, 7.55 Uhr und 8.55 Uhr angeboten werden.

Im Gegenzug wird das Anrufsammeltaxi (AST) eingestellt, das bisher zu den entsprechenden Tageszeiten den Busverkehr ergänzt hat. „Das bestehende AST-Angebot entspricht nicht mehr den Anforderungen, die von der Bevölkerung an den Öffentlichen Personennahverkehr einer Stadt von der Größe Neumünsters gestellt werden“, heißt es von Seiten der SWN. Die Taxen seien unflexibel, da man eine Fahrt mindestens 30 Minuten vorher telefonisch anmelden muss. Zusätzlich Schwierigkeiten gebe es bei Menschen mit Rollatoren, in Rollstühlen oder bei Kindern ohne Kindersitz.

Auch das sogenannte Theater-Taxi, das ausschließlich nach Theater-Vorstellungen die Besucher nach Hause fährt, soll gestrichen werden. Die Nutzerzahlen seien bei steigenden Kosten deutlich rückläufig, begründen die Stadtwerke den Schritt. So hätten in diesem Jahr bis Ende August nur noch 159 Kunden das Angebot genutzt; im vergangenen Jahr waren es im Vergleichszeitraum noch 188, in den Jahren davor über 200. Oft sei nur ein Fahrgast an Bord.

Die Nachtbuslinien können zum normalen Bustarif genutzt werden, und auch Zeitkarten sind gültig. „Mit dem neuen Angebot wollen wir vor allem Jugendliche ansprechen. Diese Zielgruppe nutzt das AST heute nicht“, heißt es von den SWN. Insgesamt erwartet das Unternehmen durch mehr Fahrgäste positive wirtschaftliche Auswirkungen bei gleich bleibenden Kosten.

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erstellt am 31.Okt.2016 | 08:00 Uhr

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