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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 13:51 Uhr

Neumünster : Stadtwerke prüfen am Montag Abkochempfehlung für Wasser

vom
Aus der Onlineredaktion

In Neumünster sollte das Leitungswasser wegen Keimbelastung abgekocht werden. Wann es endgültige Entwarnung geben kann, ist offen.

Neumünster | Über die seit Freitag abgeschwächte Empfehlung, Trinkwasser in Neumünster und elf angrenzenden Gemeinden abzukochen, wollen die Stadtwerke am Montag neu entscheiden. „Dann werden die Ergebnisse weiterer Wasserproben vorliegen“, sagte Stadtwerke-Sprecher Nikolaus Schmidt am Sonntag. Wegen Keimbelastung in einigen Proben hatten die Stadtwerke am Donnerstag zunächst generell empfohlen, Trinkwasser abzukochen. Am Freitag gab es wegen der relativ geringen Belastung mit coliformen Keimen eine Lockerung der Vorsichtsmaßnahme: Trinkwasser bräuchte nur noch für Risikogruppen wie ältere, erkrankte Menschen sowie Kleinkinder und Säuglinge abgekocht werden.

Die geringe Verkeimung könne Krankheiten wie Durchfall auslösen, müsse dies aber nicht, hatten die Stadtwerke betont. Ursache könnte eine Verkeimung des Wasserwerks sein, dort sei eine geringe Belastung festgestellt worden. Wann endgültig Entwarnung gegeben werden kann, ist weiterhin offen.

In diesen Fällen hatten die Stadtwerke Neumünster zum Abkochen geraten - aktuell gilt die Meldung nur noch für oben genannte Risikogruppen:

  • zum Trinken sowie zur Zubereitung von Getränken (Saftschorlen, Kaffee, Tee, etc.),
  • zur Zubereitung von Nahrung, insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder und Kranke,
  • zum Abwaschen von Salaten, Gemüse und Obst,
  • zum Spülen von Gefäßen und Geräten, in denen Lebensmittel zubereitet oder aufbewahrt werden,
  • zum Zähneputzen und zur Mundpflege,
  • für medizinische Zwecke (Reinigung von Wunden, Nasenspülen, etc.)
  • zum Herstellen von Eiswürfeln zur Kühlung von Getränken

Hierfür muss das Wasser nicht abgekocht werden:

  • zu Reinigungszwecken,
  • für Haustiere und Vieh
  • für die Toilettenspülung. Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden)

Der Bakterien-Alarm hatte bei Unternehmen und Bürgern für viel Wirbel gesorgt. Bei der SWN-Hotline meldeten sich mehrere hundert Anrufer, die vor allem wissen wollten, wie man korrekt abkocht und wie lange das Problem noch bestehe. Auch im Gesundheitsamt gab es viele Anfragen. „Viele wollten wissen, wie man abkocht und ob zum Beispiel eine Kaffeemaschine benutzt werden darf“, sagte Gesundheitsingenieur Georg Pauls vom Gesundheitsamt. Auch das Friedrich-Ebert-Krankenhaus hatte zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen und beispielsweise kein Obst mehr gereicht.

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erstellt am 07.Aug.2016 | 14:37 Uhr

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