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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 12:49 Uhr

Neumünster : Stadtwerke entschärfen Abkochempfehlung für Wasser

vom
Aus der Onlineredaktion

Nur noch Risikogruppen sollten ihr Wasser abkochen. Die Ursache für die Keime könnte eine Verkeimung des Wasserwerks sein.

Neumünster | Die Stadtwerke Neumünster haben nach Absprache mit dem Gesundheitsamt ihre Abkochempfehlung für das von Keimen befallene Trinkwasser gelockert. Nach Angaben der Stadtwerke sollen nur noch Risikogruppen wie ältere, erkrankte Menschen sowie Kleinkinder und Säuglinge weiterhin ihr Trinkwasser abkochen. Es bestehe eine sehr geringe Verkeimung, „die Krankheiten wie Durchfall auslösen können, aber nicht müssen“. Die Intensität der Verkeimung sei aber nicht gestiegen, sagte Stadtwerke-Sprecher Nikolaus Schmidt am Freitag.

 

Die Ursache könnte eine Verkeimung des Wasserwerks sein, dort wurde eine geringe Belastung gefunden. Weiterhin werden Wasserproben entnommen und ausgewertet. Wann endgültig Entwarnung gegeben kann, ist noch unklar.

In diesen Fällen hatten die Stadtwerke Neumünster zum Abkochen geraten - aktuell gilt die Meldung nur noch für oben genannte Risikogruppen:

  • zum Trinken sowie zur Zubereitung von Getränken (Saftschorlen, Kaffee, Tee, etc.),
  • zur Zubereitung von Nahrung, insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder und Kranke,
  • zum Abwaschen von Salaten, Gemüse und Obst,
  • zum Spülen von Gefäßen und Geräten, in denen Lebensmittel zubereitet oder aufbewahrt werden,
  • zum Zähneputzen und zur Mundpflege,
  • für medizinische Zwecke (Reinigung von Wunden, Nasenspülen, etc.)
  • zum Herstellen von Eiswürfeln zur Kühlung von Getränken

Hierfür muss das Wasser nicht abgekocht werden:

  • zu Reinigungszwecken,
  • für Haustiere und Vieh
  • für die Toilettenspülung. Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden)

Der Bakterien-Alarm hatte bei Unternehmen und Bürgern für viel Wirbel gesorgt. Bei der SWN-Hotline meldeten sich mehrere hundert Anrufer, die vor allem wissen wollten, wie man korrekt abkocht und wie lange das Problem noch bestehe. Auch im Gesundheitsamt gab es viele Anfragen. „Viele wollten wissen, wie man abkocht und ob zum Beispiel eine Kaffeemaschine benutzt werden darf“, sagte Gesundheitsingenieur Georg Pauls vom Gesundheitsamt. Auch das Friedrich-Ebert-Krankenhaus hatte zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen und beispielsweise kein Obst mehr gereicht.

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erstellt am 05.Aug.2016 | 18:32 Uhr

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