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Holsteinischer Courier

02. Dezember 2016 | 21:12 Uhr

Antrag : SPD fordert Startschuss für Jugendparlament

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Antrag der Fraktion wird am Dienstag in der Ratsversammlung behandelt.

Neumünster | Volker Andresen ist mit seiner Geduld am Ende. Bereits im Dezember 2015 hatte seine SPD-Fraktion einen Antrag in die Ratsversammlung eingebracht, der die Gründung eines Jugendparlamentes oder eines Jugendbeirates vorsieht (der Courier berichtete). Konkrete Ergebnisse gibt es bislang jedoch nicht. „Das Thema wurde mehrfach in den entsprechenden Ausschüssen beraten und immer wieder vertagt. Jetzt muss nach knapp einem Jahr endlich der Startschuss fallen“, sagt der Fraktionsvorsitzende.

Am kommenden Dienstag ist der Antrag in erweiterter Fassung erneut Thema in der Ratsversammlung. Die SPD-Fraktion fordert darin unter anderem, dass in der Verwaltung eine halbe Stelle eingerichtet wird, die mit einer festen Ansprechperson für das zu gründende Gremium besetzt wird. Eine weitere Kraft soll im Rahmen einer FSJ-Stelle (Freiwilliges Soziales Jahr) als Bindeglied zu den Kindern und Jugendlichen und zur außerschulischen Arbeit dienen. „Wir wollen außerdem die Schulsozialarbeiter stärker einbinden, in dem sie beispielsweise Schulungen für die Demokratiebildung anbieten“, sagt Volker Andresen.

5000 Euro sollen dem  Gremium auf Wunsch der SPD-Fraktion als jährliches Budget zur Verfügung gestellt und im Haushalt 2017/2018 bereitgestellt werden.

Volker Andresen wies noch einmal darauf hin, dass die Einrichtung eines Jugendparlamentes oder eines Jugendbeirats gemäß Paragraf 47 der Gemeindeordnung vorgeschrieben ist. „Das ist keine Kann-Bestimmung.  Die Stadt hat sich damit beholfen, das Thema in die Stadtteilbeiräte zu schieben. Dort ist es aber nicht immer auf fruchtbaren Boden gefallen, und dort hat es eigentlich auch nichts zu suchen“, sagt Andresen.

Wie gut die Einbindung von Kindern und Jugendlichen funktioniert, belegte Volker Andresen unter anderem am Beispiel der Awo-Kita Bollerwagen am Haart, in der es ein Kinderparlament gibt. „Dort wird gerade der Außenbereich neu gestaltet, und die Kinder haben ein aktives Mitspracherecht“, sagt er.

Ähnlich sei die Pestalozzi-Schule bei der Umgestaltung ihres Schulhofs vorgegangen, erklärt Paul Weber, Kreisvorsitzender der Jusos. „Die Schüler haben das Interesse, aber man muss natürlich eine Grundlage legen und Anreize schaffen. Dadurch entwickelt sich auch eine gewisse Diskussions- und Streitkultur“, sagt er. Dieser Anreiz soll durch die Verleihung eines sogenannten Partizipationspreises für Kitas, Grund- und weiterführende Schulen geschaffen werden.

Volker Andresen hofft am Dienstag im Rat auf ein positives Ergebnis zugunsten des SPD-Antrags: „Es ist genug beraten worden. Jetzt ist es Zeit, dem Anspruch endlich gerecht zu werden.“

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erstellt am 22.Sep.2016 | 08:15 Uhr

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