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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 13:13 Uhr

InfoTour : SPD-Chef auf Sommerreise in der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ralf Stegner besuchte bei seiner Neumünster-Visite unter dem Motto „Soziale Gerechtigkeit“ gleich fünf Organisationen

Neumünster | Morgens um 10 Uhr die Bahnhofsmission, danach die Zentrale Beratungsstelle für Menschen in Wohnungsnot (ZBS), der Sozialverband, eine Mode-Boutique und am Abend noch eine Podiumsdiskussion zum Thema Altersarmut im Vereinsheim des SC Gut Heil: Das Programm bei der Sommerreise des SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Ralf Stegner gestern in Neumünster war eng getaktet.

Die verbindende Klammer bei allen Terminen war das Thema soziale Gerechtigkeit. „Das wird der entscheidende Teil unseres Wahlprogramms sein“, sagte Stegner und zollte den Mitarbeitern der Bahnhofsmission ein dickes Lob für ihr ehrenamtliches Engagement. „Die Bahnhöfe sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, die Bahnhofsmission ist dabei oft der Rettungsanker“, sagte er.

„Die Mitarbeiter müssen ein offenes Auge, Ohr und auch ein offenes Herz haben. ,Geht nicht’ gibt’s hier nicht“, brachte Bahnhofsmissionsleiter Gert Rathje den Geist zum Ausdruck, der die Mitarbeiter beseelt. Die Bahnhofsmission habe stets gesellschaftliche Herausforderungen mitgetragen, sei es, als die Gastarbeiter kamen, die Mauer fiel oder jetzt, als die Flüchtlinge kamen. Gibt es in „normalen“ Jahren etwa 14  000 Kontakte, waren es 2015 fast 25  000 Menschen, die sich an die Mitarbeiter der Bahnhofsmission wandten. „Wir können nicht in allen Fällen helfen, verstehen uns aber als Lotsen“, sagte Missionsmitarbeiter Johannes Horns.

Auch in der ZBS werde hervorragende Arbeit geleistet, sagte Stegner. Die Stadt könne beim Thema Wohnen etwas mehr Gerechtigkeit vertragen. So kritisierte Stegner Neumünster in Sachen Sozialer Wohnungsbau. Bund und Land stellten dafür große Beträge bereit, doch in Neumünster würden die Mittel für bezahlbaren Wohnraum gar nicht abgerufen. „Die Stadt zahlt stattdessen lieber Strafe“, sagte der SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Volker Andresen, der Stegner mit Neumünsters SPD-Landtagsabgeordneter Kirsten Eickhoff-Weber auf der Stippvisite begleitete.

Beim Sozialverband an der Gartenstraße imponierte Stegner die hohe Mitgliederzahl. 4120 sind es laut der Ortsverbandsvorsitzenden Astrid Abandowitz. Die SPD hat in Neumünster mit 398 Mitgliedern nicht einmal ein Zehntel. In Neumünster sei nicht alles im Argen, so Ralf Stegner: „Aber in einer Gesellschaft, in der es vielen sehr gut geht, gibt es auch viele, die im Schatten stehen, und Menschen, die ihre Ansprüche und Rechte nicht wahrnehmen, sei es aus Scham oder weil sie vor der Bürokratie kapitulieren.“ Ihnen stehe der Sozialverband zur Seite.

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erstellt am 29.Aug.2016 | 09:00 Uhr

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