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Holsteinischer Courier

02. Dezember 2016 | 23:24 Uhr

Weltspartag : Sparfüchse halten ihr Geld zusammen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wofür geben Kinder ihr Geld aus? Und liegt Sparen noch im Trend? Der Courier hat sich in der Ruthenberger Rasselbande umgehört.

Neumünster | Morgen ist der Weltspartag, an dem sich auch viele Banken und die Sparkasse in Neumünster beteiligen. Kinder können mit ihrem Sparschwein vorbeikommen und werden für das „Schlachten“ mit kleinen Geschenken belohnt. Aber ist Sparen bei Kindern überhaupt noch ein Thema? Der Courier hat sich in der Ferienbetreuung der Ruthenberger Rasselbande umgehört.

Leni Hanke (8) geht in die dritte Klasse und sammelt fleißig Münzen: „Ich habe eine Giraffen-Spardose von meinem Onkel geschenkt bekommen, die ist schon ganz schwer. Wenn ich in die Stadt gehe und mir etwas kaufen möchte, nehme ich etwas Geld mit. Der Rest kommt zurück in die Dose“, sagt sie und erzählt von ihrer letzten Anschaffung: „Das war ein Kuscheltier. Als ich es gesehen habe, hat es mir sofort gefallen. Also habe ich es mir am nächsten Tag geleistet.“ Taschengeld bekommt sie nicht, dafür aber etwas Geld zum Geburtstag, bei Familienfesten oder von ihrer Oma. „Sparen ist wichtig, denn es kann ja sein, dass man Geld für etwas Wichtigeres als Spielzeug braucht“, fasst sie zusammen.

Auch Leon Liam Altmann (9) spart fleißig jeden Monat: „Ich bekomme 20 Euro Taschengeld im Monat. Fünf Euro spare ich, vom Rest kaufe ich mir Datenvolumen für mein Handy.“ Momentan spart er auf nichts Bestimmtes, aber seine letzte Anschaffung waren bunte Linsen für eine Taschenlampe, die dadurch in verschiedenen Farben strahlt. „Wenn ich etwas sehe, das mir gefällt, und ich es mir leisten kann, kaufe ich es. Sparen finde ich gut, weil man so immer etwas Geld hat. Meine Dose zur Bank bringen würde ich nicht, weil ich lieber zu Hause weitersparen möchte“, sagt der Grundschüler.

Feyza Can (8) spart, seit sie eine Spardose von ihrer Mutter geschenkt bekommen hat. „Manchmal bekomme ich ein bisschen Geld von meinem Papa geschenkt. Das spare ich oder kaufe mir Eis und Süßigkeiten. Manchmal bringe ich auch Brötchen mit, wenn Mama mich darum bittet“, erzählt die Zweitklässlerin.

Mattis Härtel (5) hat schon eine ganz schön große Summe angespart: „Ich wollte unbedingt einen 100-Euro-Schein in der Hand halten. Dann habe ich wie verrückt gespart und es geschafft. Seitdem liegt er da, und ich habe ihn nicht angerührt“, sagt er stolz. Nun spart er für ein Buch und einen roten Lkw von Lego: „Ich möchte den Schein nicht anbrechen, deswegen spare ich weiter.“

Der Siebtklässler Branko Tepic (12) bekommt jeden Monat Taschengeld auf sein Konto überwiesen. „Wenn ich Geld brauche, hebe ich es ab. Ich finde es gut, wenn ich mir Sachen selbst kaufen kann und nicht meine Mutter ihr Geld dafür hergeben muss“, sagt er und fügt hinzu: „Das ist das Gute am Sparen, man muss nie aufhören.“

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