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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 16:45 Uhr

Bühnenjubiläum : Sepp Herberger stammt aus Neumünster

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Thomas Henniger von Wallersbrunn ist ein bekannter, erfolgreicher Schauspieler und steht seit 25 Jahren auf der Bühne.

Thomas Henniger von Wallersbrunn (51) ist ein bekannter, erfolgreicher Schauspieler und – was viele nicht wissen – gebürtiger Neumünsteraner. In diesem Jahr ist er seit 25 Jahren hauptberuflich als Schauspieler unterwegs. Aktuell spielt er den Nationaltrainer Sepp Herberger im Musical „Das Wunder von Bern“ in Hamburg.

Neumünster ist nicht nur die Geburtsstadt von Thomas Henniger von Wallersbrunn. Seine Schwester, die einst im Alter von drei Jahren starb, wurde hier auf dem Friedhof begraben. „Meine Eltern, mein Bruder und ich kamen auch nach dem Umzug ab und an zurück an das Grab. Ich erinnere mich nur noch an das Krankenhaus und den Friedhof. Ich war ja noch sehr jung“, sagt Henniger von Wallersbrunn. Seine Familie und er wohnten an der Fehrsstraße. Anfang der 70er-Jahre zogen sie nach Frankfurt.

Er wollte nicht immer Schauspieler werden, wie er dem Courier erzählte: „Ich habe angefangen, Feinwerktechnik zu studieren und abgebrochen. Danach studierte ich Jura, spielte nebenbei schon viel Theater und habe dann irgendwann gemerkt, dass ich das Spielen hauptberuflich machen muss. Ich brach das Jurastudium ab.“

1988 wurde er an der Berliner Theaterschule angekommen und bekam sein Zeugnis 1991. Seinen Arbeitsbeginn als Schauspieler hatte er am 26. August 1991 am Theater der Hansestadt Greifswald als Säge-Robert in der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht. „Mir wurden immer eher die groben, handfesten Rollen zugeteilt. Handwerker, Polizisten und Bauern zum Beispiel. Außerdem habe ich schon mit 30 Jahren 70-jährige Männer gespielt“, sagt er.

An seinem Beruf gefällt ihm vor allem die Auseinandersetzung mit den Stücken und Figuren. „Zeitgeschichtliche Personen zu spielen, wie jetzt gerade den Herberger, ist eine besondere Ehre. Es ist spannend, sich in die Rollen hineinzuversetzen. Ich schaue mir die Motivationen der Figuren an und baue mir eine Vita zusammen. Während man spielt, entdeckt man dann immer wieder Neues“, so Henninger von Wallersbrunn, der jetzt in Hannover lebt.

Die schwierigste Rolle in seiner Karriere war die des Bruscon in „Der Theatermacher“, da er dort knapp zwei Stunden alleine auf der Bühne stand und fast 120 Seiten Text sprechen musste. „Das war sehr fordernd und anstrengend, hat aber auch Spaß gemacht“, erzählt er.

Wie er sein Bühnenjubiläum feiern wird, weiß der Schauspieler noch nicht genau. „Ich denke, ich werde eine Runde ausgeben“, sagt er.

 

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erstellt am 23.Aug.2016 | 09:00 Uhr

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