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Holsteinischer Courier

26. März 2017 | 19:07 Uhr

Aktiv-Wochen für Ältere : Senioren können im Netz mitreden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Unter dem Motto „Teilhabe statt Ausgrenzung“ behandelten die Aktiv-Wochen für Ältere auch das Thema Chancen und Risiken des Internets

Neumünster | Egal ob E-Mail, Einkauf oder Onlinebanking – die digitalen Angebote sind heute Alltag und werden auch von immer mehr Senioren genutzt. Auch bei den Aktiv-Wochen für Ältere war das Thema gefragt. 34 Interessierte lauschten im Rathaus Manfred Domkes Vortrag. Der Trainer beim Senioren-Computer-Club sprach zum Stichwort „Senioren im Netz. Risiken erkennen und vermeiden“.

„Ich habe von meinem Sohn ein I-Pad geschenkt bekommen und möchte mit meinen Enkeln mitreden können“, nannte Gesa Kühl (76) aus der Gartenstadt den Grund für ihr Interesse. Uwe Gustafsson (78) kommt ebenfalls aus der Gartenstadt und arbeitet täglich mit seinem Notebook, dokumentiert etwa dort seine sportlichen Aktivitäten.

Ruth Griffel (75) aus dem Stadtteil Böcklersiedlung/Bugenhagen bekannte dagegen freimütig, dass sie Anfängerin ist. „Ich bekomme in 14 Tagen meinen ersten Internetanschluss und habe noch gar keine Geräte. Sich schlau zu machen, kann nicht schaden.“

Schaden war ein Stichwort. „Die neuen Medien sind eine Bereicherung. Wir können einkaufen und benötigen keinen Duden und keinen Brockhaus mehr. Aber es gibt auch Gefahren und Fallen“, sagte Romi Wietzke vom Seniorenbüro, das die Aktivwochen zum 40. Mal veranstaltet. Manfred Domke (69) hatte dazu jede Menge Tipps und Ratschläge. „Was mich antreibt? Senioren sollen sich sicher und ohne Ängste im Internet bewegen können“, sagte der pensionierte Soldat mit einem Lob für die Netzwelt-Seite im Courier. Die Bedrohungen im Internet sind groß. Allein 560  000  000 Schädlinge tummeln sich dort, und täglich kommen 400  000 neu dazu, sagte der Experte.

Neben Phishing-Mails und Computerviren werde die sogenannte Ransomware immer gefährlicher. Diese Schadsoftware verschlüssele den PC und fordere Lösegeld für die Freigabe, die dann aber doch nicht erfolge. 40 Prozent der Nutzer hätten schon Erfahrungen mit infizierten Schadprogrammen gemacht, 14 Prozent seien schon Betrugsopfer beim Onlineshopping geworden.

Domkes gute Botschaft: Man kann sich dagegen wehren. Seine Tipps galten etwa den oft nicht so einfach auffindbaren Sicherheitseinstellungen im Betriebssystem oder im Browser. Ein weiterer Hinweis lautete, dass man mit Hilfe einer guten Software Sicherheit im Internet schaffen kann. Der integrierte Defender von Windows sei kein wirklicher Schutz. Domke: „Ein Internet-Security-Paket muss sein.“ Dazu empfahl der Computertrainer eine regelmäßige Datensicherung des gesamten Betriebssystems und aller Daten. Manfred Domke: „Meine Backups sind nie älter als 14 Tage.“

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erstellt am 15.Mär.2017 | 09:00 Uhr

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