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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 12:40 Uhr

Jubiläum : Seit 30 Jahren gibt es Hilfe für Schwangere, Mütter und Familien

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vor 30 Jahren wurde die Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen ins Leben gerufen.

Neumünster | Seit 30 Jahren setzt sich der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) als Beratungsstelle offiziell für die Sorgen und Nöte von Frauen, Familien und Schwangeren in Neumünster ein. Dieses Jubiläum soll jetzt gefeiert werden. Außerdem nutzen die Mitarbeiter die Gelegenheit, auf drei Jahrzehnte zurückzuschauen.

Begonnen hatte die Arbeit eigentlich schon vor dem Gründungsdatum. Bereits seit 1973 gab es Hilfestellung für schwangere Frauen oder Mütter und Familien in Not. Allerdings waren damals ausschließlich Ehrenamtliche aus der katholischen Gemeinde mit der Aufgabe betraut. Es gab keine direkte Anlaufstelle, man half quasi privat oder leitete Anfrage an die Kieler Beratungsstelle weiter. Doch die Nachfrage wuchs durch Mund-zu-Mund-Propaganda – rein ehrenamtlich war die Aufgabe nicht mehr zu bewältigen.

Am 1. August 1986 wurde deshalb die Außenstelle in Neumünster offiziell eingerichtet. Ab sofort waren zwei Mitarbeiterinnen für den SKF hier fest tätig. Im ersten Jahr diente ein kleines ehemaliges Ladengeschäft an der Färberstraße als Anlaufstelle. Nach einem Jahr zog die Einrichtung aus dem ersten recht beengten Domizil ins Haus der Caritas an der Linienstraße 1. Dort ist sie bis heute angesiedelt.

Heute sind die Pädagogin Nicol Barabas (seit 1998) und die Sozialpädagogin Michaela Dreilich auf Teilzeitstellen hauptberuflich in der Beratungsstelle tätig. Sie helfen Frauen, Familien und Paaren bei Fragen rund um Schwangerschaft, Partnerschaft und Familie, vermitteln bei Problemen mit Ämtern, greifen bei Anträgen mit unter die Arme, suchen bei finanziellen Engpässen nach Auswegen und leiten bei speziellen Sorgen an andere Anlaufstellen weiter.

Die Zahl der Anfragen ist nach wie vor hoch. Im Jahr 2015 wurden 271 Menschen durch Beratung unterstützt. Einen hohen Anteil machen Migranten und Flüchtlinge aus. Hilfe suchen oftmals sehr junge Frauen ohne Berufsausbildung und Alleinerziehende. Es gibt weiterhin Gruppenangebote für junge Schwangere und Mütter. Außerdem beraten und begleiten vier Familienhebammen finanziert durch die Bundesinitiative Frühe Hilfen. Eine ehrenamtlich geführte Kleiderkammer für Baby- und Kinderkleidung ergänzt das Angebot. Finanziert wird es durch Landesmittel und das Erzbistum Hamburg.

Gefeiert wird am Mittwoch, 12. Oktober, mit geladenen Gästen ab 10 Uhr im benachbarten Eduard-Müller-Haus. Unter anderem gibt es einen Fachvortrag der Sozialjuristin Birgit Scheibe über „Sozial- und Familienpolitik im Wandel der Zeit“.

Ihren Klienten schenken die Mitarbeiter zum Jubiläum ein Badethermometer mit dem christlichen Fisch als Symbol. „Sie sollen sich an uns erinnern, wenn sie Hilfe benötigen“, sagen Nicol Barabas und Michaela Dreilich.

 

>Der Sozialdienst katholischer Frauen ist zu erreichen unter Tel. 14270.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 10:00 Uhr

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