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Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 23:25 Uhr

Grossflecken : Schwere Zeiten für Nudel-Ralli & Co.

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Marktschreier hatten am Wochenende einen schweren Stand. Ferienzeit sorgt für schlechte Geschäfte.

Bestes Wetter lockte die Menschen am Wochenende auf den Großflecken. Die Marktschreier hatten mal wieder Halt gemacht in der Schwalestadt und brachten Nudeln, Käse, Fisch und Blumen mengenweise unter die Marktbesucher. Der Start verlief allerdings verhalten. Sogar die kostenlosen Probierhäppchen in Form von kleinen Cabanossi, Fischbrötchen und sogar Freibier gingen alles andere als reißend weg.

„Viele sind vielleicht schon auf dem Weg in den Urlaub“, vermutete Ralf Bornemann alias Nudel-Ralli. Bis 18 Uhr verkauften er und seine Compagnons ihre Waren körbeweise „für’n Appel und ‘n Ei“.

Dabei stichelten sie sich immer wieder mit fiesen Gemeinheiten gegenseitig. Gehört natürlich alles zur Show, und die Zuschauer amüsierten sich prima. Darunter auch Reinhard Ohlhoff, der sich am Freibier bediente und sich das Treiben ansah. Er lebt in Florida und macht zurzeit drei Wochen Urlaub in Neumünster bei seiner Schwester Erika Stolze und Gerhard Ulrich. „Sowas kenne ich aus Florida auch“, sagte der gebürtige Hardebeker, der sich freute, mal wieder im Norden zu sein.

Auch Marktschreier Nudel-Ralli ist gerne in Neumünster. „Hier habe ich in der Regel gute Umsätze“, sagte er. Mit rund 30 Leuten sind die Marktschreier unterwegs. „Wir sind eine aussterbende Gattung. Früher gab es Wartelisten. Jetzt werden wir immer weniger“, hieß es.

Heute müssen sich andere Marktbeschicker mit Bekleidung anschließen, damit es sich am Ende überhaupt rentiert, bedauerte Bornemann. Nach ihrem Halt in Neumünster haben die Marktschreier eine weite Fahrt vor sich. „Als nächstes steuern wir Österreich an“, hieß es.




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erstellt am 26.Jul.2016 | 18:00 Uhr

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