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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

Umwelttheater : Schüler wurden zu Umweltdetektiven

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Abfallzentrum der Stadtwerke erklärte Günter Geisler den Kindern, wie man Müll vermeidet, richtig trennt und wiederverwertet.

Neumünster | Der Konferenzraum im Abfallzentrum der Stadtwerke (SWN) am Padenstedter Weg glich gestern Vormittag einer Müllhalde: Wild verstreut lagen Plastiktüten, Bananenschalen und leere Süßigkeiten-Packungen auf dem Fußboden. Schuld an der Misere war der Umweltkasper, der ein heilloses Durcheinander hinterlassen hatte. Um der Lage Herr zu werden, hatte sich Meisterdetektiv „Mc Trash“ Unterstützung von Zweitklässlern der Hermann-Claudius-Schule in Wasbek und Schülern der Außenstelle Großharrie der Grundschule Bönebüttel geholt. Die Jungen und Mädchen gehörten zu den 29 Klassen, die sich gestern, heute und morgen das Umwelttheater ansehen dürfen.

„Einmal im Jahr laden wir die zweiten und dritten Klassen aus Neumünster und dem Umland ein, um sie mit den Themen Abfallbehandlung und -vermeidung vertraut zu machen“, erklärte Angelika Schiffer von den SWN die Aktion, die im zehnten Jahr stattfindet.

Auf spielerische Art und Weise machte Günter Geisler vom Story-Stage-Märchentheater Aschaffenburg den Kindern deutlich, wie Müll richtig getrennt wird und wie beispielsweise Papier wiederverwendet werden kann. „Wir sind selbst die größten Umweltsünder. Aber wenn wir alle aufpassen, dann können wir es besser machen“, gab er den Kindern an die Hand.

Bei den Schülern stieß das Programm mit Kasperle und Meisterdetektiv auf große Begeisterung. „Das hat richtig Spaß gemacht. Ich habe gelernt, dass man Müll nicht einfach so wegschmeißen darf“, berichte der neunjährige Jaden im Anschluss.

Auch bei den Lehrern stieß das Umwelttheater auf ein positives Echo. „Wir sind schon öfter dabei gewesen. Das ist eine ganz tolle Aktion für die Kinder, die das Umweltbewusstsein schult“, sagte Bettina Schuster, Konrektorin der Grundschule Bönebüttel. Sie findet es wichtig, Kinder möglichst früh mit dem Thema zu konfrontieren: „Die Schüler bekommen zur Einschulung wiederbefüllbare Trinkflaschen, aber die werden meistens schon nach einer Woche wieder gegen Plastikflaschen getauscht“, sagte sie.

Auch Sophia Ruddeck, Klassenlehrerin der 2b der Hermann-Claudius-Schule, freute sich über die Einladung der Stadtwerke: „Das Thema wird bei uns auch im Unterricht behandelt. Da befassen wir uns mit Mülltrennung und machen beispielsweise deutlich, wie wichtig es ist, Batterien nicht in den Restmüll zu werfen.“

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erstellt am 24.Mai.2016 | 10:30 Uhr

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