zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 14:50 Uhr

Projekt : Schüler erwecken Roboter zum Leben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Projekt „Roberta – Lernen mit Robotern“ bringt Schüler ganz verschiedener Schulen zusammen. Ihr Interesse für Informatik und Technik soll gestärkt werden

Alle 14 Tage werden zwölf Schüler aus Neumünster und dem Umland zu Tüftlern und Forschern. Sie konstruieren aus vielen kleinen Teilen eigene Roboter und hauchen ihnen durch selbsterarbeitete Programmierung Leben ein. Möglich machen das zwei Förderprogramme des Fraunhofer-Institut und der unabhängigen Begabtenförderung des Landes. Betreut werden die besonders begabten Schüler an der Gemeinschaftsschule Brachenfeld vom Technik- und Informatiklehrer Ulf Eichler.

„Gucken Sie mal, wir haben eine Einparkhilfe programmiert“, sagt der 14-Jährige André zu seinem Lehrer. André ist Klaus-Groth-Schüler; sein Teampartner heißt Jiann von der Gemeinschaftsschule Faldera. Sie sind Teilnehmer des „Enrichment“-Programms der Begabtenförderung des Landes, das Schülern ermöglicht, frei nach ihren Interessensschwerpunkten zu arbeiten. Damit sollen besondere Stärken gefördert werden. Bei dem Roboterprojekt schafft die Schule die Schnittstelle zweier Förderprogramme. Die zweite Förderung kommt vom Konzept „Roberta – Lernen mit Robotern“, das vom Fraunhofer-Institut entwickelt wurde. Dieses Pilotprojekt läuft seit Mai 2013. Die Projektleitung, Organisation und Förderung der Kurse liegt bei der Stiftung der Sparkasse Südholstein.

Im konkreten Fall der Einparkhilfe soll der Roboter an einer Wand entlangfahren, erkennen, wo sie aufhört und überprüfen, ob die Tiefe der Parklücke ausreicht, erklärt Jiann. Das sind hochkomplexe Ansprüche für einen kleinen Roboter. Partnerarbeit gehört zum Konzept: Gemeinsam wird an der Realisierung der Ideen getüftelt und programmiert. „Mir als Techniklehrer ist es wichtig, die Siebt- bis Neuntklässler für mögliche naturwissenschaftlich-technische Berufsfelder zu sensibilisieren, die zuvor vielleicht noch gar nicht so sehr von Interesse waren“, erläutert Ulf Eichler.

Die Zahl der Mädchen ist gering, dabei zielt das Roberta-Konzept besonders auf deren Förderung ab. „In diesem Kurs ist nur eine Schülerin vertreten. Wir überlegen aber, einen weiteren Kurs speziell für Mädchen einzurichten“, so die „Enrichment“-Beauftragte der Schule, Ingrid Tetzner.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 10.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert