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21. April 2014 | 14:23 Uhr

Kindergarten in Delingsdorf - Schlagzeilen um Keks-Kündigung

vom

"Kindergarten wirft Jungen raus - weil er Kekse dabei hatte". So lauten die Schlagzeilen über einen Stormaner Kindergarten. Der Bürgermeister verteidigt den Rauswurf.

Delingsdorf | Weil er Kekse in der Brotdose hatte - zuckerarmer Kindergarten wirft Jungen raus. In allen Medien ist am Mittwoch über diese Geschichte aus der Gemeinde Delingsdorf im Kreis Stormarn berichtet worden, bundesweit. Die Empörung ist groß. Weil seine Eltern ihm Butterkekse und Waffeln in die Brotdose gepackt haben, wurde der vierjährige Thore aus seiner Kita bei Hamburg verbannt.

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Den Kern der Wahrheit träfen die Schlagzeilen nicht, sagt Randolf Knudsen, Bürgermeister von Delingsdorf. "Der Keks war nicht der Grund für die Kündigung." Allerdings ist er sich nicht sicher, ob das noch irgendjemand hören möchte. Längst hat der Fall eine gewaltige Eigendynamik entwickelt. "Die Mitarbeiter des Kindergartens werden mittlerweile bedroht und als Öko-Faschisten bepöbelt."

Am 25. Januar kommt es zum Keks-Konflikt

Differenzen zwischen der Gemeinde und den Eltern von Thore gibt es bereits seit längerer Zeit. Karola und Christian Pries, beide berufstätig, prangern seit zwei Jahren vermeintliche Mängel in der Kindertagesstätte "Lütte Lüüd" an. "Meine Mutter hat Thore eines Tages mit klatschnassen Strümpfen und Stiefeln abgeholt, obwohl es Kleidung zum Wechseln gibt", sagt Christian Pries. Ein anderes Mal habe sich Thore beim unbeaufsichtigten Spielen auf dem Flur so stark an der Lippe verletzt, dass die Wunde nach Meinung eines Arztes eigentlich hätte genäht werden müssen. Die Verletzung sei von den Mitarbeiterinnen bagatellisiert worden.

Am 25. Januar kommt es dann zum Keks-Konflikt. Die Familie sei spät dran gewesen. "So habe ich Thore nur ein paar Butterkekse und eine Frischei-Waffel in seine Frühstücksdose gepackt", erzählt der Vater. Als der Sohn nach Hause zurückkehrt, liegt in der Dose noch immer der Inhalt und ein Zettel: "Bitte denken Sie daran, dass wir ein zuckerarmer Kindergarten sind." Christian Pries schreibt an den Kindergarten und bittet darum, "dass Thore nicht durch Nahrungsentzug bestraft werden sollte". Der Kindergarten antwortet, dass Thore wiederholt Kekse und Waffeln mitgebracht habe, was anderen Kindern nicht verborgen geblieben sei. Das habe symbolische Bedeutung und die Mitarbeiter seien zum Handeln gezwungen gewesen.

"Wir wurden als Querulanten dargestellt und gingen"

Der Streit eskaliert. Schließlich nimmt sich der Jugend-, Sport- und Kulturausschuss des Themas an. "Um die Persönlichkeitsrechte der Eltern zu schützen, war die Sitzung zu diesem Punkt natürlich nicht öffentlich", erklärt der Bürgermeister. Das habe er Karola und Christian Pries verdeutlicht. Die Eltern empfinden den Hinweis als Rauswurf. "Wir wurden als Querulanten dargestellt und gingen", sagt Christian Pries. Er kritisiert das Vorgehen des Bürgermeisters, der lautstark und aggressiv agiert habe. Darüber habe er sich bei der Kommunalaufsicht beschwert.

Fünf Tage später liegt die Kündigung des Kindergartenplatzes zum 25. März auf dem Tisch, "aus wichtigem Grund". Das Vertrauensverhältnis sei nachhaltig gestört, begründet das Amt Bargteheide-Land. Die Eltern sollten sich eine andere Einrichtung suchen.

"Wir wollten niemanden anschwärzen"

Ihr Widerspruch dagegen wird vom Amt zurückgewiesen, die Kündigung des privatrechtlichen Betreuungsvertrags könne nur auf dem ordentlichen Rechtsweg angefochten werden. "Unbequeme Eltern werden hier einfach abgeschmettert", sagt Großvater Manfred Pries. Sein Sohn habe nur auf Miss stände hingewiesen, die alle im Kindergarten gefährdeten: "Wir wollten niemanden anschwärzen." Die Eltern suchten deshalb die Öffentlichkeit. "Die Art wie hier Probleme gelöst werden, ist schon seltsam", beklagt Christian Pries. "Das Kindeswohl wurde überhaupt nicht berücksichtigt."

Tatsächlich nimmt das Kindeswohl im deutschen Recht eine zentrale Stellung ein. Darf der Streit von Erwachsenen auf dem Rücken eines Kindes ausgetragen werden? Wie muss sich der kleine Thore fühlen, wenn er nicht mehr mit seinen Freunden spielen darf? Wird das dem Kindeswohl gerecht?

"Die Basis einer guten Betreuung ist Vertrauen"

"Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, Experten der Kreisverwaltung hinzugezogen", sagt Bürgermeister Knudsen. Ihr Fazit sei gewesen, dass es dem Kindeswohl dienlicher sei, wenn Thore den Kindergarten verlasse. Der Bürgermeister: "Das Kind spürt den Konflikt, zumindest unter bewusst. Es spürt, dass seine Eltern diesen Kindergarten, in den es gehen soll, eigentlich ablehnen. Das schadet ihm mehr als ein Wechsel."

Mütter berichten unserer Zeitung, dass Thore zuletzt morgens auf dem Flur abgegeben worden sei - dabei werden die Kinder eigentlich von ihren Eltern in die Gruppe gebracht, dort begrüßt. Der Bürgermeister sagt: "Die Mitarbeiter des Kindergartens machen sich große Vorwürfe, dass es ihnen nicht gelungen ist, die Konflikte mit der Familie zu lösen. Aber Schuld daran tragen sie nicht." Manchmal gebe es nasse Socken, man könne die Kinder nicht in Watte packen. Und natürlich lege die Kita einen Schwerpunkt auf die Ernährung - aber es gehe nicht um Butterkekse. "Die Basis einer guten Betreuung ist Vertrauen. Und diese Basis ist hier nicht mehr gegeben." Es sei ein ungewöhnlicher Vorgang, einer Familie den Kita-Platz zu kündigen. Gerne habe man das nicht getan - und nun wolle man nach einer Lösung suchen.

Thore wird derzeit von seinen Großeltern betreut. Der Kreis hat der Familie zunächst zwei befristete Kita-Plätze als Sofortlösung angeboten. "Eine dritte und langfristige Variante ist in Arbeit", sagt Gerald Wunderlich vom Jugendamt Stormarn. Das Gespräch mit den Eltern solle dazu nach den Osterferien erfolgen.

von vst/jpm
erstellt am 29.Mrz.2013 | 06:35 Uhr

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01. | Bea Bertram | 10.04.2013 | 08:35 Uhr
Thor Steinar

Nicht nur bei Frau Pries jun., sondern auch bei ihrem Mann Christian Pries ist Thor Steinar bei den "Gefällt mir Angaben " gelöscht worden.......und es gibt einige die Christian Pries noch in Springerstiefeln und Bomberjacke kennen......und wie es so ist, taucht auch so manches Foto dann auf....nun wird sicher der Papa M. Pries ihn verteidigen das es früher eine Jugendsünde war....wer das wohl noch glaubt ?

02. | Rote Flora | 29.03.2013 | 20:24 Uhr
THOR STEINAR

Merkwürdig, dass dieser Name plötzlich aus dem Facebookprofil der Frau verschwunden ist.

03. | Jonas S | 29.03.2013 | 12:05 Uhr
MICHAEL HANSEN 29.03.2013 12:48

Und dann fliegt die ersten KITA Kraft, weil sie dem falschen Kind Schinken aufs Brot gelegt hat. Gabs schon. Da würde ich mir die Finger auch nicht mehr dran verbrennen
wollen.

04. | Michael Hansen | 29.03.2013 | 11:48 Uhr
Kasperletheater im Kindergarten

Als mein Sohn 1984 seinen fünften Geburtstag zusammen mit den Kollegen im Kindergarten feierte, lieferten wir noch Unmengen an Bananentorten mit Wackelpeter auf Wunsch der Erzieherinnen dort an. Das mochten die Kinder laut Aussage der Betreuerinnen nämlich am liebsten. Das ein Kind heute überhaupt noch etwas zum Frühstück
mitbekommt, grenzt allein schon an ein Wunder, erhalten die meisten Schulkids doch eben mal nen Euro fürn Brötchen, den sie dann in Süßes umsetzen und keiner kümmert sich drum. Da sind Waffeln und Kekse eigentlich das kleinere Übel.
Warum macht man nicht etwas sehr Vernünftiges: Die Eltern zahlen am Tag 1,50
Euro, das kostet ein Frühstück in der Gruppe, wenn man en gros für sagen wir 30 kleine Leute einkauft. Dann bereiten die Betreuerinnen das Essen zusammen mit den Kleinen vor und gemeinsam futtert man den Obstsalat etc. Davon lernen die Kiddys Gemeinschaftssinn, vernünftiges Essen zuzubereiten, es stärkt ihr Selbstbewusstsein, weil sie sehen, was sie selbst herstellen können und wenn die reihum für den Einkauf zuständige Kindergärtnerin sich jedes Mal ein Kind mitnimmt und gemeinsam mit dem späteren Hausmann /Hausfrau die Zutaten aussucht, lernen sie von klein auf preis- und gesundheitsbewusstes Einkaufen und Ernähren. Der Kindergarten kann so problemlos seine Ernährungsvorstellungen umsetzen, die
Kinder lernen, wenn sie Mitsprache haben und aktiv beteiligt werden, daneben auch noch Konsensfähigkeit und angemessene Konfliktbewältigung. Von sauberem Essen und dem verantwortungsvollen Umgang damit ganz zu schweigen. Die Eltern sind entlastet und zahlen nicht mehr, als sie ohnehin hätten ausgeben müssen. Nur für die Kindergärtnerinnen wäre das Ganze mit etwas Mehrarbeit verbunden. Vielleicht liegt da der Hase im Nest und das ist der Grund, warum ein solches Modell nicht schon in den Kindergärten praktiziert wird? Ließe sich übrigens in der Schule fortsetzen und in die Ganztagsschule mit entsprechenden Vorteilen für die Kids integrieren.

05. | Rote Flora | 29.03.2013 | 11:01 Uhr
Das ist nun mal der Vor- bzw. Nachteil von Facebook

Dort outen sich eben auch viele Mitglieder bis ins kleinste Detail.

06. | Michael Müller | 29.03.2013 | 10:16 Uhr
@Rote Flora

Auch DAS würde mich im Gesamtzusammenhang nicht mehr wundern....aber so sind sie, die Korrekten.

07. | Rote Flora | 29.03.2013 | 09:09 Uhr
Ganz anderer Grund?

Vielleicht spielt ja auch die Sympathie zu Thor Steinar eine Rolle?

08. | Jonas S | 28.03.2013 | 19:07 Uhr
MICHAEL MÜLLER

Ohne Nutella hätten die Kleinen aber vielleicht staatlich alimentierte Genderbeauftragte für Unisex Toiletten werden können. Mit 38,5 Std. Labersitzungen pro Woche, 5000 netto in der Geldbörse, Dienstwagen, 3 Büromitarbeiter_innen auf 400€ Basis und 6 politisch angagierten jung-grünen Praktikant_innen.

Oder sogar KITA Mitarbeiterinnen. Oder sinds etwa Jungs? Männer haben da natürlich nichts zu suchen. Nur in den Hochglanzprofilen, als Vorzeigepapa. Aber wehe
im echten Leben wollen die Herren der Schöpfung bei Erziehung, Ernährung oder Vorbildern mitreden. Welch schrecklich autoritär-archaischer Gedanke.

09. | Michael Müller | 28.03.2013 | 17:10 Uhr
Kita......

Die Gralshüter sprechen von "Regeln der Kita"...die andere Seite von Ökofaschismus. Natürlich tendiere ich zur anderen Seite, sehr zur Freude meiner Fans hier.
Oberpädagogisch wertvolle Kita-Mitarbeiter gab es schon zu unserer Kinder Kita- Zeiten. In Muttigesprächen bei Tee und Kekse wurde nach 3 stündiger Laberei um 21 Uhr noch das Thema "Nutella" angeschnitten. Ich ahnte was kam und wir verabschiedeten uns. Später erfuhren wir, dass die noch 2 Stunden über Nutella abgeschwafelt haben. Grausam!!
Unsere 4 Kinder sind übrigens alle was geworden,tolle Jobs,eigene Familien und nicht übergewichtig...trotz Nutella. Aus diesem uns anderen Gründen steh ich mit akademischen Sozialgewäsch absolut auf Kriegsfuß.

10. | Markus Hansen | 28.03.2013 | 16:07 Uhr
Erwachsene

Hier gehts ab... Herrlich. Lauter "erwachsene" die sich hitzige Debatten liefern, aber keine Lösung für das eigentliche Problem haben. Wie muss sich der Junge fühlen?! Rausgeworfen weil
Eltern und Kita sich nicht vertragen. Von seinen Freunden und Spielkameraden weggerissen weil sich Experten einmischen die ebenfalls nicht dabei waren. Und jetzt von den eigenen Eltern in die Öffentlichkeit gezerrt!!! Großes Kino! Wenn mir die Kita seit 2 Jahren nicht gefällt nehme ich mein Kind da raus und zanke nicht lange. Oder führe sachlich und ohne viel Aufsehen Gespräche. Aber ich lasse mein Kind niemals Spielball der Kontrahenten werden und schon garnicht der Tragische STAR eine Medienkampagne!!! Macht mich wütend sowas....Dieser ganze Hype ist so unnötig wie ein Kropf!

11. | Mirek Wypychowski | 28.03.2013 | 15:59 Uhr
@Reinhard und Jürgen

Bloß weil eine KITA Regeln aufstellt, ist es weder eine Sekte, noch sind Faschisten oder sonstwas im Einsatz.
Es gibt Regeln. Daran hält man sich - oder nicht. Wenn nicht, muss man mit Konsequenzen rechnen. Ganz einfach!

12. | Reinhard W. | 28.03.2013 | 15:18 Uhr
@ Jürgen Albers

Schöner Beitrag, Herr Albers, trifft genau den Kern der Sache ! Die heutigen Ökofaschisten und Möchtegern - Weltverbesserer sind die Kinder der Generation, die sich im Rahmen der damaligen "Antiautoritären Erziehung" ihr eigenes Weltbild schuf. Genau diese Leute sind es doch auch, die dieses Weltuntergangsszenario auf Basis des "Klimawandels" propagieren. Aus dessen Reihen auch die unsinnigen Begriffe wie "Klimamanager" und "Klimakatastrophe" tönen. - Bin nur mal gespannt, wann der erste "Evolutionsmanager" auftaucht, um die Fehler der Natur (die Klimamanager?) zu eliminieren...Ich hoffe bloß, daß der arme Junge den Genuß der so schädlichen Butterkekse in dieser Sekte ääähh...Kita.. ohne Bauchschmerzen überstanden hat. Bleibt doch
bloß mal auf dem Teppich, Leute !

13. | Flöten Spiel | 28.03.2013 | 13:52 Uhr
GABY KOCHAN

Zuckerarm hin oder her: Dass Kind hatte mehr als nur einmal Kekse und Waffeln dabei. Und wie es gar im
Beitrag steht, kriegen dass andere kinder ebenfalls mit. In Zuckerarmen Kindergärten soll auf gesunde Ernährung geachtet werden. In zeiten, wo wirklich überall Zucker enthalten ist, finde ich diese Idee und vorallem die Umsetzung daran nicht verkehrt. Dass ist nicht nur ungesund, sondern verstößt nunmal gegen die Grundregeln dieser Einrichtung. Und mehr als einmal. Wie oben geschrieben: ein brot ist keine stundenlange arbeit. Und ich bin Atheist. Keine ahnung was dass für ein vergleich sein soll mit "religiöser fanatiker"

14. | Frank Böhm | 28.03.2013 | 12:20 Uhr
Was sind das fuer Eltern?

Sie geben dem Kind Butterkekse und eine Eierwaffel als Fruehstueck mit, weil ja so grosse Eile herrschte? Eine Stulle schafft man in 30 Sekunden, wenn man zwei Scheiben Brot schneiden muss, in 60 Sekunden. Dazu einen Apfel und eine Banane, und die Brotdose ist sinnvoll gefuellt - das hat auch nicht laenger gedauert,
als die Packungen mit Keksen und Waffeln aufzureissen. Dass sich der Kindergarten (anscheinend wiederholt) aufregt, dass die Kinder nur Naschkram (genau das sind naemlich Butterkekse und Eierwaffeln) mitbekommen, finde ich voellig verstaendlich - das hat auch nicht wirklich etwas mit "zuckerarm" zu tun, sondern duerfte von jedem Kindergarten so gehandhabt werden.

15. | Puppe aus der Hauptstadt | 28.03.2013 | 12:14 Uhr
Entmündigung!

Hier haben sich Dinge sicher auch hochgeschaukelt. Allerdings, dem Kind nicht das essen zu lassen, was seine Eltern ihm mitgegeben haben, ist schon Skandal. Was glaubt das Kindergartenpersonal überhaupt, Sorgerechte der Eltern zu beschneiden?. Es gehe nicht um Kekse, heißt es, Es geht auch um Jemanden, der seinen Laden nicht im Griff zu haben scheint. Da nützen auch Rechtfertigungsversuche vor der Presse nichts.

16. | Juergen Albers | 28.03.2013 | 11:49 Uhr
Nicht zu glauben!

Wir leben nun einmal in Zeiten einer schleichenden Machtergreifung der Gesundheitsdiktatur und Ökofaschisten. Manche Menschen haben sich ein Halbwissen darüber angeeignet, was "gesund" sein soll und meinen, anderen genau dieses oktroyieren zu müssen. Gefährlich wird es dann, wenn solche Leute in erzieherischen Berufen tätig sind, beispielsweise in Kitas oder in Grundschulen. Da entsteht dann schnell eine Atmosphäre, wie man sie heutzutage nur noch bei Sekten kennt. Da wird "zuckerarm" zum Dogma erhoben und wer dagegen verstößt, muss bestraft werden.

Mal ehrlich: Es verursacht doch Brechreiz, wenn man erfährt, dass ein Kindergarten sich "zuckerarm" tituliert. Wie verblödet müssen die Verantwortlichen sein? Und denen soll man seine Kinder anvertrauen?
Was kommt als nächstes? Ein Bio-Kindergarten?

17. | Gaby Kochan | 28.03.2013 | 11:32 Uhr
@Flötenspiel

Es ist ein "zuckerarmer" Kindergarten. Und und grundsätzlich: Ginge es hier um Religion, würde ich sie als religiösen Fanatiker bezeichnen. Ein Vergleich zum Thema fällt mir da so schnell nicht ein. Am Ende entscheiden sie Eltern, was es gibt, nicht der Kindergarten. Die anderen Kinder werden auch außerhalb des Kindergartens anderes Verhalten miterleben (dürfen!). Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Allen anderen das Aufzwingen was man selbst will oder in Freiheit leben und damit klar kommen, dass jeder so is(s)t, wie er is(s)t. Sie würden das Erstgenannte bevorzugen, oder?
Klar müssen Regeln gelten dürfen, aber zuckerarm ist nunmal zuckerarm. Und ein Keks macht noch keinen Kuchen.

18. | Flöten Spiel | 28.03.2013 | 07:50 Uhr
...

verstehe die Aufregung nicht. Man geht doch auch nicht zu den Anonymen Alkoholikern und haut sich da erstmal eine Flasche Whisky rein. O.o Letztendlich bleibt nur die Frage: Ist so ein Rauswurf rechtens? Wenn ja, sollte die Ausdauer lieber in die Suche eines neuen Platzes investiert werden. Dass Kind mit Waffeln und Keksen in einen Zuckerfreien Kindergarten zu schicken....ohne Worte.

19. | E S | 28.03.2013 | 07:13 Uhr
Die Wahrheit?

Es heißt: "Christian Pries schreibt an den Kindergarten und bittet darum, 'dass Thore nicht durch Nahrungsentzug bestraft werden sollte'".
Wenn das der Fall sein sollte, ist es tatsächlich schlimm. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es der Wahrheit entspricht. Wenn bei mir ein Kind sein Frühstück vergisst, dann geben die anderen Kinder ihm was ab, so einfach ist das. Und das wird in Delingsdorf nicht anders ablaufen.

20. | Jens-Sören Jess | 28.03.2013 | 06:50 Uhr
Wo sind die aktiven Elternvertreter und der Einsatz im Ehrenamt?

Es gibt so viele kluge und auch seltsam kluge Kommentare, sogar aus der rechten Szene. Welcher von diesen Kommentatoren hat sich denn freiwillig als Elternvertreter bemüht, wer besucht überhaupt regelmässig den Kindergarten und wer setzt sich auch als
Ehrenämtler für unsere Sprösslinge ein? Wer kennt die ungeschriebenen Regeln in der Ernährungspolitik unserer Kindergärten (Zucker ist nunmal ein no go, ob als Keks oder Riegel - wo bleibt das Brot? - und die Kinder merken sich die Unterschiede ...) und nachdem nun wieder weitere Details aufkommen, fragt man sich wer hier Mist baut. Überhaupt geht das Gerücht in Kreis Stormarn rum, dass der Grossvater seinen eigenen Wahlkampf für die nächste Bürgermeisterwahl betreibt. Die Sache hat zwei Wahrheiten und die Medien sollten statt großer "Überschriften" lieber mal weiter forschen und nachfragen, oder es lassen ... und der Brüller sind ja wohl die Kommentatoren, welche gar keine Erfahrung mit dem Kindergarten als Eltern haben, sich aber ziemlich weit aus dem Fenster lehnen. Damit meine ich vor allem die "Keks Dosen Polemik" welche als Ernährungspolitik in allen Kindergärten auch als Grundregel existiert. Und wer es dennoch besser weiß, der sollte Elternvertreter und Ehrenamt als Lobbyist für die Kinder
wahrnehmen, spätestens bei den Keksen gibt es dann aber "Stress" mit den anderen Eltern ...

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