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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 17:46 Uhr

Neues Baugebiet : Ruthenberg: Keine Chance für Spekulanten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bewerbungsfrist für Neubaugrundstücke Am Ruthenberg läuft am 19. August ab. Junge Familien sollen vorrangig berücksichtigt werden

Neumünster | Die Grundstücke für das kleine, aber feine Neubaugebiet Am Ruthenberg sind vermessen und auch schon abgesteckt. Doch Bauherren in spe, die sich für eines der 15 Baufelder mit Größen zwischen 452 und 1214 Quadratmetern interessieren, müssen sich schon ein wenig beeilen: Am 19. August endet die Frist, bis zu der die Kaufanträge bei der Stadt eingehen müssen.

„Das Bewerbungsverfahren über Kaufanträge von Interessenten ist üblich, da großes Interesse zu erwarten ist“, sagt Ute Spieler, die Leiterin des Fachdienstes Stadtplanung und Stadtentwicklung, auf Courier-Nachfrage. Ziel sei es, jungen Familien die Möglichkeit zu verschaffen, Eigentum zu bilden, so Ute Spieler.

Im Kaufantrag für die stadteigenen Grundstücke, die zwischen der Kleingartenanlage und den drei Mehrfamilienhäusern an der Straße Am Ruthenberg liegen, müssen Interessenten deshalb einige Fragen beantworten. Nach den schon 1993 von der Ratsversammlung beschlossenen Richtlinien sind bei mehreren Interessenten für dasselbe Grundstück die Gesichtspunkte Kinderzahl, familiäre Verhältnisse, bisherige Wohnsituation, pflegebedürftige Haushaltsangehörige und Entfernung zum Arbeitsplatz zu berücksichtigen. Ute Spieler: „Im Zweifel kann per Losverfahren entschieden werden.“ Selbst auf die Finanzierung des Grundstückskaufs hat die Stadt ein Auge und fragt etwa, ob Eigenkapital eingesetzt wird oder ob das Objekt voll fremdfinanziert wird.

Die Grundstücke müssen innerhalb von zwei Jahren nach Kauf bebaut sein. „Wir wollen verhindern, dass jemand kauft und das Grundstück liegen lässt, um auf einen Wertzuwachs zu spekulieren“, sagt Ute Spieler. Diese Bauverpflichtung gebe es bei allen städtischen Grundstücken, die zum Verkauf stehen – auch bei Gewerbegrundstücken. „Ansonsten wird der Kaufvertrag rückabgewickelt“, so Ute Spieler.

Dass es sich schon um eines der „besseren“ Baugebiete in der Stadt handelt, zeigt schon der geforderte Kaufpreis. Er liegt durch Beschluss der politischen Gremien bei 140 Euro je Quadratmeter. „Wir als Stadtplanung hatten 120 Euro vorgeschlagen und uns dabei am Bodenrichtwert für Baugrundstücke orientiert“, sagt Fachdienstleiterin Ute Spieler. Die Politik legte drauf.

Es gibt auch schon Anträge, die sich zum Teil sehr konkret auf bestimmte Grundstücke beziehen. „Gerade die Grundstücke am Ende der Sackgasse sind beliebt. Größere Chancen bietet dann ein scheinbar nicht so gefragtes Grundstück“, so Ute Spieler. Erschlossen wird das neue Baugebiet ab dem Herbst über den Weg, der auch zur Kleingartenanlage führt. Mit dem Bau der Häuser sollte im Frühjahr 2017 begonnen werden können, so Ute Spieler. Die Wiese mit dem Bolzplatz direkt gegenüber dem Familienzentrum Ruthenberger Rasselbande wird nicht bebaut.

Nach Protesten im Stadtteil, vor allem von Seiten der Kita, wurde sie wieder aus dem B-Plangebiet herausgenommen und soll als öffentliche Fläche erhalten bleiben (der Courier berichtete). „Wir als Stadtteilbeirat haben gefordert, dass die Wiese mit dem Bolzplatz für Jung und Alt im Stadtteil erhalten bleibt“, bekräftigt der Stadtteilbeiratsvorsitzende Uwe Holtz. Er sähe sie am liebsten noch ausgebaut.

Eine Idee des Stadtteilbeirats ist es, die Spielgeräte vom Spielplatz an der Slevogtstraße auf die Wiese umzusetzen. An der Slevogtstraße werde der Spielplatz nicht angenommen, so Uwe Holtz. Das Thema soll in einer der kommenden Stadtteilbeiratssitzungen aufgegriffen werden.

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erstellt am 27.Jul.2016 | 08:45 Uhr

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