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Holsteinischer Courier

24. März 2017 | 19:07 Uhr

Konzert im KDW : Rock, Party und eine fröhliche Helene

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Kieler Band Diebesgut und Helene Nissen präsentierten sich am Sonnabend erst auf dem Großflecken und dann im KDW ihren Fans.

Neumünster | Proppevoll war das KDW (Kulturverein Dada am Waschpohl) am Sonnabendabend, als die Band Diebesgut und Helene Nissen ein gemeinsames Konzert veranstalteten. Vor gut 120 Gästen gaben sich die vier Kieler Jungs dort bereits zum vierten Mal die Ehre und hatten dieses Mal besondere musikalische Unterstützung. Helene Nissen (20), die beim deutschen Vorentscheid zum European-Song-Contest (ESC) Platz drei belegte, machte sowohl solo als auch zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Kjell den Auftakt (der Courier berichtete).

Auch der sympathische Kjell bewies seine musikalische Ader und sang, spielte Gitarre und trommelte auf der Cajon. Seine quirlige Schwester mit den rot-glänzenden Schuhen nahm das altersgemischte Publikum im Handumdrehen für sich ein. Ihre natürliche Art, auch Schwächen zuzugeben, wirkte entwaffnend. „Früher habe ich mich immer geschämt, so aufgedreht zu sein. Für den ESC ist es mir zugute gekommen, und ich habe gelernt, dass es richtig ist, wie man geboren wird“, sagte sie eingangs zum Lied „Born this way“ (deutsch: Auf diese Art geboren).

Mit ihrer starken Stimme sang sie Eigenkompositionen und Hits wie etwa Bob Dylans „Knocking on heaven’s door“. „Da habe ich mitgesungen“, sagte die Besucherin Paula Labove (14) aus Neumünster. Sie und ihre Freundin Victoria Garcia (15) waren mit ihren Eltern im KDW. „Sie hat eine außergewöhnliche Stimme. Sie wirkt zwar schüchtern, aber sie weiß, was sie will“, glaubte Paula Labove. Von Helene Nissens stimmlicher Qualität angetan war auch die Besucherin Daniela Legron: „Aber sie müsste sich mehr trauen und aus sich herausgehen.“ Sie war hauptsächlich wegen der Kieler Rocker Diebesgut gekommen, die überhaupt kein Problem mit Wildheit auf der Bühne hatten. Die Musiker präsentierten mit elektrischer Gitarre, Bass und Schlagzeug ihr erstes Album „Großer Mann.“

Unter ihrem angereisten Fanclub waren auch die Großmutter und die Nichte des Sängers Bastian Schossow. „Ich bin immer dabei, wenn Basti in der Nähe spielt und habe auch seine CD zu Hause. Mir gefällt die Musik, und ich bin stolz auf ihn“, sagte die Großmutter Christa Rossmy (78). „Ich wollte auch unbedingt einmal beim Konzert dabei sein“, meinte die kleine Nichte Lea (8) strahlend. Sie trug natürlich Ohrenschützer.

„Ich mag Bastis Stimme total gerne, die geht richtig rein, und man will sie behalten“, sagte Daniela Legron. Sie schätzt an den Förde-Rockern aber nicht nur die durchdachten Texte und belebende Musik: „Sie sind ganz normal, und man kann mit ihnen quatschen, es sind einfach nette Jungs.“

Bereits am Sonnabendmittag hatten Tobias Ahmed, Bastian Schossow und Helene auf dem Großflecken eine kleine Kostprobe für den Abend gegeben. Vor rund 80 Zuschauern sangen und spielten die Drei „unplugged“ . Im Anschluss waren Fotos mit Helene eine beliebtes Motiv. „Sie ist ein tolles Mädchen. Schade, dass sie den ESC-Vorentscheid nicht gewonnen hat“, meinte Stefanie Russmann aus Kiel, die extra für Helenes ersten Straßenauftritt vorbeigekommen war. Die Sängerin freute sich über den Zuspruch und war überrascht von Neumünster: „Das die Stadt so groß ist, hätte ich gar nicht gedacht“, sagte sie.

 

 


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erstellt am 06.Mär.2017 | 08:15 Uhr

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