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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 05:03 Uhr

Kunstflecken : Renommierte Werke abseits des Standards

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Werke aus der Galerie von Marc Richter aus Lütjenburg sind in der Bürgergalerie zu sehen.

Neumünster | Heute um 20 Uhr öffnet die Bürgergalerie ihre Pforten an der Esplande und lädt als zweite Station der Art-Tour nach der Eröffnung des Kunstfleckens im Museum Tuch und Technik ein. Daniel Richter, Günter Grass, Armin Mueller-Stahl, Horst Janssen und Feridun Zaimoglu-Kunstliebhaber dürften entzückt sein, Werke dieser renommierten und zum Teil international bekannten Künstler in Neumünster betrachten zu können. 84 Aquarelle, Ölbilder, Lithografien, Radierungen, Acrylzeichnungen und Skulpturen hat der Lütjenburger Galerist Marc Richter (51) mitgebracht, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Ich habe bewusst die großen norddeutschen Künstler ausgewählt“, sagte der Kenner des Kunstmarkts. Mit im wertvollen Gepäck hat er unter anderem ein neues Werk von Daniel Richter, der zu den erfolgreichsten Malern der Gegenwart gezählt wird. Das in Öl gemalte und gespachtelte Bild stammt aus dem Frühjahr und hat keinen Titel. Für rund 55 500 Euro kann es erworben werden. Wessen Budget das zurzeit nicht hergibt, sich aber dennoch gerne mit einem Original bereichern möchte, kann Werke ab 120 Euro erstehen.

Zum ersten Mal in Neumünster zu sehen seien die Bilder von Armin Mueller-Stahl, so Marc Richter. Das Multitalent lebt in der Nähe von Lübeck. „Mainstream mag ich nicht. Ein Bild muss krachen, wenn ich es anschaue – das ist für mich Kunst“, schilderte der Galerist die Wahl seiner Werke. Der Kieler Künstler Feridun Zaimoglu etwa verkaufe sich schwer, obwohl seine Acrylzeichnungen das Auge sofort festhalten. „Leute kaufen Kunst oft nach Namen, denn die Bilder sind natürlich auch Wertanlagen“, erklärte der Insider.

Die Bürgergalerie bietet auf rund 100 Quadratmetern in einem großen Raum und zwei kleinen Kabinetten Platz für die Werke. Draußen werden Skulpturen aufgestellt. Die Räume sind schlicht, besonders wird der große Raum durch den Sand, der den Fußboden ersetzt. Für den Kunstflecken mietet die Stadt die Räume, die vom Verein der Bürgergalerie betrieben werden. Egon Blitza aus dem Vorstand half gestern bei der Vorbereitung. „Beim Kunstflecken sind wir regelmäßig dabei. Bisher hat jede Ausstellung hier gut her gepasst.“

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