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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 01:07 Uhr

Rickling : Radler aus Dänemark stoppten auf dem Weg nach Paris

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sie nehmen an der Benefiz-Tour „Tour de Paris“ zugunsten krebskranker Kinder teil.

Rickling | Das Radler-Team Rynkeby aus Dänemark wurde mit großer Spannung erwartet. Denn die Fahrer, die an der jährlichen Benefiz-Tour „Tour de Paris“ zugunsten krebskranker Kinder teilnehmen, machten schon zum vierten Mal bei Maren Börstling und Jens Weche in Rickling Station.

„Die Verbindung ist durch puren Zufall zustande gekommen. Auf ihrer Suche nach einem geeigneten Rastplatz hielten die Versorgungsfahrzeuge zufällig bei uns an und fragten, ob sie ihr Lager auf der Gemeindewiese vor unserem Haus aufschlagen dürften. Wir sahen darin kein Problem. Also sind sie geblieben, und wir haben die Vorhut mit Strom und Wasser versorgt. Und seitdem kommen sie nun jedes Jahr“, erzählte Jens Weche. „Mittlerweile halten wir auch übers Jahr per E-Mail Kontakt zueinander. Heute ist das Team mit 53 Fahrern allerdings besonders groß.“

Die Freude war groß, als die ersten Fahrer in die Straße Rethwisch einbogen. Ein fleißiges Versorgungsteam hatte bereits Obst und belegte Brötchen sowie Süßes und Getränke vorbereitet.

„Wir sind heute Morgen nach der Überfahrt bei gutem Wetter gestartet. Zwischendurch gab es ein bisschen Regen. Aber sonst lief alles prima. Niemand hat sich verletzt. Die erste Etappe bis zur ersten Übernachtung in Bad Bramstedt führt uns heute über 155 Kilometer. Und nach sieben weiteren Etappen treffen wir uns dann alle hoffentlich gesund unter dem Eiffelturm“, erklärte der Teamleiter Allan Jakobsen.

Die Tour, die die Radler nun schon im 13. Jahr nach Paris führt, geht übrigens auf eine echte Schnaps-Idee von Knud Vilstrup zurück. Der wollte nach der Diagnose „Raucherlunge“ ein gesünderes Leben führen. Körperliches Training schien der richtige Weg zu sein. Aber ein bisschen Abenteuer sollte auch dabei sein. Deshalb schlug er auf einer Weihnachtsfeier vor, mit dem Rennrad nach Paris zu fahren und so die letzte Etappe der „Tour de France“ auf den Champs-Élysées nachzustellen.

Letztlich konnte er sogar seinen Arbeitgeber, die Firma Rynkeby, für seinen Plan gewinnen. Und so gingen, von der Firma unterstützt, im Jahr 2002 die ersten elf Fahrer von Ringe (Fünen) aus auf die 1200 Kilometer lange Strecke, die zunächst gar nicht als Benefiz-Tour geplant war. Doch die Aktion sprach sich unter weiteren Sponsoren herum, und bei ihrer Rückkehr hatte die Truppe 7800 Kronen (ungefähr 1050 Euro) Gewinn gemacht. Dieser wurde dann an die Kinderkrebsstation im Odense University Hospital gespendet. Damit war das Hilfsprojekt dann geboren.

Heute beteiligen sich rund 800 Fahrer aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Island und von den Färöer-Inseln in 32 Teams an der Aktion.

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erstellt am 13.Jul.2016 | 15:00 Uhr

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