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Berufsinformationsbörse : Psychologie war der große Renner

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Immanuel-Kant-Schule hatte 50 Berufstätige eingeladen, die den Schülern viele praktische Tipps aus erster Hand gaben.

Neumünster | Architekt oder Steuerberater? Soldat oder Logopäde? Die Berufswahl stellt Schulabgänger vor eine Vielzahl von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Um einen Einblick in den realen Alltag verschiedener Berufe zu vermitteln, hat das Immanuel-Kant-Gymnasium gestern nach zwei Jahren zum dritten Mal eine Berufsinformationsbörse in der Schule veranstaltet.

„Keine Generation zuvor hat vor so vielen Entscheidungsmöglichkeiten gestanden wie diese“, stellte die Schulleiterin Elke Jönsson fest. Sie und Projektleiter Nis-Olaf Popp konnten 50 Berufstätige aus der Wirtschaft, der Hochschule, der Bundeswehr, aus Behörden und anderen Berufsbereichen gewinnen, um den Schülern in Gesprächsrunden ihre Arbeit näher zu bringen.

300 Schüler der Jahrgänge neun bis zwölf haben sich an diesem Angebot beteiligt. „Am stärksten war das Interesse an der Psychologie, da gab es 80 Anmeldungen. Auch für die Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr interessierten sich mit 40 Schülern viele. Ökotrophologie und der Arztberuf waren gut besucht, die Pflegeberufe hingegen nicht, da gab es nur drei Schüler“, berichtete Popp.

Unter den Referenten waren sieben ehemalige Kant-Schüler und sieben Eltern derzeitiger Gymnasiasten. Eine Ehemalige war die Ärztin Joana Röschmann (28), die aus der Schweiz anreiste. „So kann ich der Schule etwas zurückgeben. Ich möchte den Schülern vermitteln, dass es ein toller Beruf ist. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass es viele Einschränkungen im privaten Bereich gibt“, sagte die Internistin. So habe sie in der Schweiz einen Arbeitsvertrag über 50 Stunden pro Woche, Überstunden kommen hinzu. „Kein Tag ist planbar. Es gibt Schichtdienst und wenig Freizeit. Aber was ich von den Patienten an Dankbarkeit zurück kriege, ist ganz toll“, sagte sie.

Megan Damm (17) aus dem 11. Jahrgang fand das Gespräch bereichernd: „Ich hätte nicht gedacht, dass man auch örtlich so flexibel als Ärztin arbeiten kann.“ Sie wollte noch einen Vortrag über Auslandsaufenthalte besuchen. Auch Jahrgangskollegin Nma Ramadan (16) hat das Referat geholfen: „Ich will auf jeden Fall Medizin studieren, der Vortrag hat mich in meinem Wunsch bestärkt.“ Mitschülerin Lilly Wilkonski (18) schwankt zwischen Medizin und Journalismus: „Mein Vater ist Arzt, und mich interessiert die Radiologie. Andererseits finde ich die Abwechslung im Journalismus auch reizvoll.“ 
 

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