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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 04:59 Uhr

Arbeitsmarkt : Positiver Trend hält an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Arbeitslosigkeit ging im April weiter zurück

Neumünster | Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt setzte sich im April fort. „Wir haben weiterhin eine solide und gute Entwicklung“, sagte Michaela Bagger, die Leiterin der Arbeitsagentur Neumünster. Im Agenturbezirk, der den Kreis Rendsburg-Eckernförde und die Stadt Neumünster umfasst, sank die zahl der Arbeitslosen auf 11 155.

Das sind 330 weniger als im März (minus 2,9 Prozent) und 540 weniger als ein Jahr zuvor (minus 4,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 6,2 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als im März. Vor einem Jahr lag die Quote bei 6,6 Prozent.

In Neumünster waren 4150 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 22 weniger als im März (minus 0,5 Prozent) und 147 weniger als vor einem Jahr (minus 3,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt im April wie im März 10,1 Prozent. Vor einem Jahr waren es 10,6 Prozent.

Gab es zu Jahresbeginn bei den gemeldeten offenen Stellen einen immensen Zuwachs, zeigt sich jetzt: Das waren wohl Vorzieheffekte wegen des milden Winters. So wurden dem Arbeitgeberservice im April knapp 720 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet. Das sind weniger als im März und vor einem Jahr. Aufs ganze Jahr betrachtet, liest sich die Entwicklung am Stellenmarkt aber sehr positiv. Seit Jahresbeginn sind es nämlich insgesamt 3250 Stellen – und damit 560 oder 21 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das Gros der offenen Stellen ist im Gesundheits- und Sozialwesen angesiedelt. Vor allem Träger, die in der Flüchtlingsbetreuung tätig sind, suchen neue Mitarbeiter. Aber auch der Handel, das Baugewerbe und die öffentliche Verwaltung suchen Fachkräfte. In Neumünster ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zurzeit durch seinen hohen Personalbedarf eine Jobmaschine. „Hier sind auch Quereinsteiger und Akademiker gefragt“, sagte Michaela Bagger.

Auf dem Ausbildungsmarkt ist ein Rückgang zu erkennen, vor allem weil es weniger geförderte Ausbildungsstellen gibt. „Man kann also nicht sagen, dass die Wirtschaft weniger ausbildet“, sagte Michaela Bagger. Die seit Oktober 2015 gemeldeten 1750 Stellen bedeuten einen Rückgang von 6,5 Prozent. Ihnen stehen aktuell 1530 Bewerber gegenüber. Viele Betriebe mit weniger bekannten Ausbildungsgängen haben Probleme, ihre Stellen zu besetzen. Auf der anderen Seite sind viele Jugendliche noch nicht versorgt. „Da geht noch ganz viel“, sagte Michaela Bagger.

Neu in Neumünster ist ein Sofortzugang zum Arbeitsvermittler für Kunden, die sich neu arbeitslos melden. Baggers Bitte an sie: Zeit für ein Beratungsgespräch und gern auch Bewerbungsunterlagen mitbringen. Die Idee ist es, Prozesse zu verkürzen. „Die ersten Erfahrungen sind gut“, so Bagger.

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erstellt am 01.Mai.2016 | 13:18 Uhr

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