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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 22:51 Uhr

Grossflecken : Polizei rüstet sich für Demos in der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Runder Tisch für Toleranz und Demokratie bittet Bürger, Flagge zu zeigen.

Neumünster | Polizei und Ordnungsbehörde richten sich auf mögliche Auseinandersetzungen am Sonnabend, 22. Oktober, in der Innenstadt ein. Unter dem Motto „Volkswillen umsetzen“ ruft die Bewegung „Gemeinsam für Deutschland“ für 12 Uhr zu einer Demonstration auf. Das „Bündnis gegen Rechts“ teilt mit, dass sich dahinter eine extrem rechte Gruppierung als Bürgerbewegung tarne, hinter der die NPD stecke. Das Bündnis gegen Rechts ruft die Neumünsteraner auf, um 11 Uhr auf den Großflecken zu kommen, „um der rechten Propaganda entgegenzutreten“.

Zur Marschroute und angemeldeten Teilnehmerzahl der „Gemeinsam für Deutschland“-Demo gab es gestern noch keine Angaben aus dem Rathaus. Polizeisprecher Sönke Hinrichs sagte auf Anfrage: „Uns ist bekannt, dass der NPD-Ratsherr Proch eine Kundgebung für Sonnabend angekündigt hat. Wir richten uns daher auch auf mögliche Störungen von linker autonomer Seite ein.“

Henning Möbius, der Vorsitzende des „Runden Tisches für Toleranz und Demokratie“, sagte, man schließe sich dem Aufruf zur Gegendemonstration an. Aggressives Verhalten lehne man ab. Möbius: „Wir sind keine radikalen Antifaschisten. Wenn die sich auch zeigen, machen wir keinen Schulterschluss. Wie die mit der Polizei umgehen, das akzeptieren wir nicht.“ Er bittet die Neumünsteraner, Flagge zu zeigen. Möbius: „Das tun sie einfach dadurch, dass sie mittags in die Stadt gehen. Wir stellen uns in den Weg – wie schon bei der NPD-Demo im Mai 2012.“

Dem Runden Tisch für Toleranz gehören neben allen Ratsparteien mit Ausnahme der NPD die Kirchen, Gewerkschaften und andere Organisationen wie das Bündnis gegen Rechts an.

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erstellt am 18.Okt.2016 | 08:00 Uhr

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