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Holsteinischer Courier

25. Juli 2016 | 10:03 Uhr

Pfiffe beim Einzug des NPD-Manns: Protest vor dem Rathaus blieb friedlich

vom

Neumünster | Es sollte ein stiller Protest werden. Doch als gegen 16.45 Uhr der Ratsherr der rechtsextremen NPD, Mark Michael Proch, mit zwei Begleitern Richtung Rathaus schritt, gab es dennoch Pfiffe. Die Begegnung dauerte keine Minute, dann war das Trio erst einmal im Rathaus verschwunden. Die bereitstehenden Polizisten mussten nicht eingreifen. Alles blieb friedlich.

Knapp 50 Neumünsteraner waren dem Aufruf des Bündnisses gegen Rechts gefolgt. Mit der Demonstration eine Stunde vor der konstituierenden Sitzung setzten die Mitglieder ihre Aktion "Neumünster - kein Ort für Nazis" fort. Gegen 16 Uhr hängten sie auf dem Rathausvorplatz die Plakate auf, verteilten Handzettel und rollten Transparente aus.

"Natürlich erkennen wir das Ergebnis der Wahl an, und er soll auch seinen Platz einnehmen können", erklärte Dr. Christof Ostheimer vom Bündnis gegen Rechts zum Einzug von Mark Michael Proch in den Rat. Den Demonstranten gehe es vielmehr um Inhalte, so Ostheimer. "Wir wollen vor Augen führen, dass der Mandatsträger der neonazistischen NPD angehört, die aktiv versucht, die Abschaffung der demokratischen Grundordnung zu betreiben." Er forderte Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek und den Ältestenrat auf, "keine nazistischen Fensterreden zuzulassen". Auch Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und zahlreiche Ratsmitglieder kamen gestern noch vor der Sitzung zur Kundgebung vor die Tür. Die Polizei, die das Geschehen rund um das Rathaus genau verfolgte, hielt sich derweil im Hintergrund.

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erstellt am 19.Jun.2013 | 03:59 Uhr

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