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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 15:39 Uhr

Trakehner Hengstmarkt : Pferdezüchter mit Leib und Seele

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Hans-Wilhelm Bunte ist ab heute beim Trakehner Hengstmarkt wieder gefordert. Er züchtet Trakehner, seine Frau dagegen Holsteiner

Neumünster | Seit nahezu 40 Jahren engagiert sich der Landwirtschaftsmeister, Pferdewirt und Trabertrainer Hans-Wilhelm Bunte (66) aus Hoffeld (Amt Bordesholm) aktiv im Trakehner Verband. Ab heute ist er beim Hengstmarkt in den Holstenhallen wieder ganz in seinem Element.

Der 66-Jährige ist Vorsitzender des Trakehner-Zuchtbezirks Schleswig-Holstein/Hamburg. Und seit April gehört er als Beisitzer auch dem geschäftsführenden Vorstand des Verbandes an. Zudem ist Bunte seit etlichen Jahren gemeinsam mit rund 50 Helfern für die Logistik hinter den Kulissen des Hengstmarktes zuständig.

Doch trotz aller organisatorischen Aufgaben sind es vor allem die Pferde, die dem Züchter das Herz aufgehen lassen. „Das erste Trakehner-Fohlen wurde 1960 auf unserem Hof geboren. Damals hatte die Zuchtumstellung von Holsteiner auf Trakehner allerdings auch wirtschaftliche Gründe. Denn die Trakehner wurden als Prestigeobjekt teuer bezahlt, und die Holsteiner kosteten zu dieser Zeit praktisch nichts mehr“, berichtet er. Im sportlichen Wettkampf seien die Trakehner aber bis heute nicht so präsent.

Seine Frau Silke (59) züchtet Holsteiner und beschreibt es so: „Einen Trakehner hat man aus Liebe zum Tier und zu seiner Geschichte. Ein Holsteiner bedeutet dagegen vor allem einen Wirtschaftsfaktor.“ Den Wunsch nach einer eigenen Zucht hat sie sich übrigens zur Silberhochzeit im Jahr 2004 erfüllt. „Denn zuvor musste ich seine Pferde reiten“, erzählte sie schmunzelnd.

Einig sind sich Silke und Hans-Wilhelm Bunte allerdings darin, dass es Hingabe und Visionen braucht, um erfolgreich zu züchten. „Man macht sich vor der Anpaarung monatelang Gedanken. Dann folgen elf Monate Hoffen. Und schließlich muss man annehmen, was die Natur vorgesehen hat. Das Ungewisse macht den eigentlichen Reiz aus“, erklärten sie. Die Krönung sei dann natürlich, einen gekörten Hengst im Stall zu haben. Dieses Glück ist ihr im vergangenen Jahr widerfahren. Pokerface (von Elfado) wurde zusätzlich auch als bester Springer prämiert.

„Letztlich ist aber der faszinierende Anblick der Stuten und Fohlen immer wieder unser Antrieb, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen“, meinen die beiden leidenschaftlichen Pferdemenschen.

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