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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 16:56 Uhr

Trappenkamp : „Pferdefreundlicher Forstwirt“: Neue Auszeichnung für Thomas Jacobi

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Für schöne Reitwege und unbürokratische Hilfe gab es die Plakette.

Trappenkamp | Fast 30 Kilometer Reitwege laden in Pettluis bei Daldorf, in Kiebitzholm und rund um den Erlebniswald Trappenkamp Pferdefreunde zu Ausritten und Kutschfahrten ein. Getrübt wird die Freude lediglich durch die A 21, die dort als graues Band die Wälder und Wiesenlandschaften zerschneidet. „Ein solches Reitwegenetz ist auch in den Schleswig-holsteinischen Landesforsten, zu denen die Wälder gehören, nicht selbstverständlich“, meinte am Sonnabend Sprecherin Andrea Fischer vom Ricklinger Reitverein „Vorwärts“.

Gemeinsam mit 22 Reitern und drei Kutschen hatten sich Pferdefreunde aus Rickling, Kiel, Aukrug, Bornhöved, Leezen und der Segeberger Umgebung bei Trappenkamp zu einem 15 Kilometer langen Stern-Stafettenritt rund um den Erlebniswald Trappenkamp getroffen. Für den Stern-Staffelritt gab es neben dem Spaß am gemeinsamen Ritt gleich noch zwei weitere Gründe: Mit den Stern-Stafettenaktionen möchte der Pferdesportverband Schleswig-Holstein für mehr Reit- und Fahrwege im Land werben. Außerdem wollten die Reiter den zuständigen Revierförster Thomas Jacobi mit einer Ehrung für seinen persönlichen Einsatz für den Reit- und Fahrsport überraschen.

Die Breitensportbeauftragte des Pferdesportverbandes, Britta Herbst, und Andrea Fischer übergaben als Premiere die neu geschaffene Ehrenplakette „Pferdefreundlicher Forstwirt“.

„Neben den Reitwegen dürfen sich die Reiter seit acht Jahren auch über die unbürokratische Hilfestellung freuen, wenn es um bis zu 80 Kilometer lange Sonderstrecken für sogenannte Distanzritte, Reiterrallyes oder Kutschfahrten der Fahrgemeinschaft geht, freuen“, sagte Britta Herbst.

„Da inzwischen immer mehr Forstwege mit Schotter befestigt werden, bemühen wir uns, für die Reiter Wege in den Banketten bereitzustellen“, sagte Thomas Jacobi bei der Ehrung am Trappenkamper Tor des Erlebniswaldes. Zu den Aufgaben der Landesforsten gehöre neben der Waldbewirtschaftung eben auch ein breitgefächerter gesellschaftlicher Auftrag, zu dem Bildung, Naherholung oder auch der Reitsport zählen, meinte Jacobi.
Da die Anlage von Reitwegen allerdings auch finanziert werden müsse, könnte sich die Einführung einer zweckgebundenen Abgabe in Form einer Reitplakette durchaus anbieten, meinte der
Forstwirt. In anderen Bundesländern würde das als erfolgreiches Modell bereits bestehen.  


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