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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 16:36 Uhr

Jazz im Park : Open-Air-Jazz im Schatten der Bäume

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Umsonst und draußen: Jazzclub und Musikschule laden am 17. Juli zum achten Mal zum Festival im Garten des Caspar-von-Saldern-Hauses.

Neumünster | Der Himmel muss nicht immer voller Geigen hängen – manchmal sorgen auch Saxofon, Trompete oder E-Gitarre für den Sound, der träumen lässt – etwa beim „Jazz im Park“. Zum achten Mal wollen Jazzclub und Musikschule am übernächsten Sonntag, 17. Juli, den prächtigen Garten des ehrwürdigen Caspar-von-Saldern-Hauses zur Freilicht-Musikbühne machen. Für das kleine aber feine Open-Air-Konzert unter freiem Himmel haben die Organisatoren um Musikschul-Chef Stefan Back und Jazzclub-Motor Ralf Johannsen wiederum einen feinen Mix aus unterschiedlichen Genres und Stilrichtungen zusammengestellt, der sowohl Kenner als auch Anfänger gleichermaßen ansprechen soll.

Gerade für Neulinge, die bislang meinten, dem Jazz nicht viel abgewinnen zu können, wollten die Organisatoren die Hemmschwellen senken, als sie 2007 zum ersten Mal zum Jazz im Park baten. „Kein anderer Raum ist so leicht zu betreten wie dieser Park, um neue Musikerfahrungen zu machen“, lobt und lockt Jazz-Kenner Ralf Johannsen gleichermaßen. Das Konzept, mit einem kostenlosen Schnupperangebot unter freiem Himmel neue Konzert- und Jazzfreunde zu gewinnen, ging offenbar auf: Kamen zum ersten Jazz im Park 2007 noch etwa 100 Gäste, erfreuen sich heute im Schnitt 500 bis 600 Besucher an dem Minifestival im Park. Im Laufe des Festivaltages können es auch schon mal bis zu 1000 sein. So genau weiß das niemand, weil es traditionell keinen Eintritt und damit auch keine Eingangskontrollen gibt. Aus zahlreichen Rückmeldungen schließt Johannsen aber, dass das Format gerade bei Neulingen auf offene Ohren und Begeisterung stößt.

Erstmals dürfen sich die Besucher beim Jazz im Park 2016 auf fast sieben Stunden Musik freuen. Statt wie üblich (und teils irrtümlich angekündigt) um 15 Uhr startet das Festival diesmal bereits um 14 Uhr: Gleich vier Bands wollen die Gäste bei Wein, Bier und Picknickatmosphäre verwöhnen.

Dabei soll es gleich vom Start weg ordentlich krachen, den ersten Set bestreiten die Salt Peanuts, die Bigband der Lübecker Hochschulen unter ihrem Einfelder Leiter Jan-Christoph Mohr. Danach dürften vor allem die Fans des Saxofons große Ohren bekommen. Die vierköpfige Formation Tubes & Wires spielt in ungewöhnlicher Besetzung druckvolle Rockmusik und wird von dem Saxofonisten Nils Klein geleitet, Echo-Gewinner des Jahres 2015 an seinem Spezialinstrument. Das Elf Trio mit Gerwin Eisenhauer (Schlagzeug), Walter Lang (Klavier) und Peter Cudek (Kontrabass) hat aus Sicht vieler Kenner das klassische Piano-Trio völlig neu erfunden: Die Band verwendet schwere Grooves und elektronische Klänge für ihre ausgefeilten Improvisationen.

Das Martin-Dahanukar-Quartett um den Namensgeber und Trompeter Martin Dahanukar spielt Originals und Klassiker mit erdigem Drive.

Alle vier Bands spielen etwa eine bis anderthalb Stunden. Die Umbaupausen auf der Bühne werden von der Neumünsteraner Jazz-Formation „Jazz ’n’ Fun“ überbrückt.

Wer will, kann sich Essen und Getränke zum Festival mitbringen und die Musik beim Picknick genießen. Bier, Wein und Snacks gibt es aber auch vor Ort zu erstehen.

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erstellt am 06.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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