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Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 13:38 Uhr

Sportentwicklungsplanung : Olympia-Platz soll Bauland werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Konzept für die Außensportanlagen liegt vor

Neumünster | Fast vier Jahre hat es gedauert, jetzt liegt das von der Stadtverwaltung mit dem Kreissportverband erstellte Konzept für die Außensportstätten vor. Die 104 Seiten starke Ausarbeitung, die heute Thema im Schul-, Kultur- und Sportausschuss (18 Uhr, Rathaus, Raum 2.5/2.6) ist, birgt gerade beim zentralen Projekt „Rund um den Stadtwald“ Brisanz.

Ein Vorschlag dort ist, dass der MTSV Olympia sein Vereinsgelände am Forstweg komplett auf- und an die Stadt zurückgibt. Die Stadt könnte – so die Überlegung – das Areal als Bauland erschließen und verkaufen. Die Stadt hofft hier auf Einsparungen bei den Beihilfen zur Unterhaltung von Vereinssportanlagen und auch auf Erlöse durch den Verkauf von Baugrundstücken. Olympia würde an der Stettiner Straße bei der Freien Turnerschaft und beim Polizei-SV eine neue Heimat finden. Aus den drei Vereinen könne durch Kooperation oder Fusion eine „neue leistungsstarke Einheit“ entstehen.

Das Problem: Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 30. Juni lehnten Olympias Mitglieder Fusionsgespräche mit dem PSV und der FTN strikt ab. Horst Pohl als 1. Vorsitzender und Heiko Kittelmann als 3. Vorsitzender traten daraufhin zurück (der Courier berichtete). Zweites Problem: Per Beschluss hatte die Ratsversammlung den geplanten Neubau eines Kunstrasenplatzes im Städtischen Stadion sowie die Ausstattung weiterer Flächen mit Flutlicht mit dem Thema Olympia-Anlage verknüpft. Die Haushaltsmittel von 550  000 Euro für den Kunstrasenplatz und 95  000 Euro für die Beleuchtung sind gesperrt. Die Aufhebung des Sperrvermerks knüpfte die Ratsversammlung an Verhandlungen mit dem MTSV Olympia. „Weiterhin sind die Möglichkeiten der Wohnbebauung des freiwerdenden Areals aufzuzeigen, Interessenbekundungen z.B. von Bauträgern festzustellen und mögliche Verkaufserlöse zu ermitteln“, heißt es im Beschluss.

Der Vorsitzende des Sportausschusses, Bernd Delfs (SPD), sieht Diskussionsbedarf und kündigte an, das Thema im Ausschuss vertagen zu wollen. Man müsse mit den Betroffenen sprechen. Das sind für Delfs „der MTSV Olympia, aber auch die Nachbarn Reiterverein, PSV und FTN, die Anlieger, die dort wohnen, und der Stadtteilbeirat“. Wenn da ein „Riesenbaugebiet“ entstehen sollte, werde auch die Versorgung durch einen Lebensmittelmarkt, sprich das Eckgrundstück Carlstraße/Sauerbruchstraße, wieder zum Thema, so Delfs.

Volker Gerecke, kommissarischer Vorsitzender des MTSV Olympia und zugleich Schatzmeister beim KSV, hofft auf ein Signal der Politik. Gerecke: „Wir bleiben bei beiden Themen am Ball. Die Grundstücksverhandlungen mit der Stadt waren unstrittig. Und auch beim Thema mögliche Fusionen mit anderen Vereinen sind wir offen für alles.“

Standpunkt

Der Grundgedanke ist richtig

Lang hat es gedauert, doch jetzt steht das Konzept für die Außensportstätten des Vereins- und Schulsports. Der Grundgedanke  ist richtig: Nicht mehr benötigte Sportanlagen (Olympia) werden aufgegeben, andere – etwa bei der FTN – durch neue Formen der Zusammenarbeit besser ausgelastet.  Hier ist hoffentlich von Seiten des MTSV Olympia noch nicht das letzte Wort gesprochen. Die Rückgabe des Platzes am Forstweg scheint ja unstrittig. Jetzt  muss schnellstens die Bremse für den Kunstrasenplatz  gelöst werden. Der wird nämlich dringend gebraucht.

 

 

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erstellt am 15.Sep.2016 | 08:00 Uhr

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