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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 16:30 Uhr

Veteranentour : Oldtimer fuhren fürs Kinderferiendorf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Lions-Club Neumünster und die Dachdeckerinnung Mittelholstein starteten am Sonntag mit echten Schätzchen.

Neumünster | Große Augen haben sicher viele Passanten gemacht, als sie am Sonntagvormittag einen schicken Oldtimer nach dem anderen durch die Straßen haben ziehen sehen. Der Autocorso mit den besonderen Schmuckstücken bot nicht nur einen erfreulichen Anblick, sondern brachte auch noch eine Menge Geld für einen guten Zweck ein.

20 000 Euro haben der Lions-Club Neumünster zusammen mit der Dachdeckerinnung Mittelholstein durch diese Veteranentour eingefahren. Jeder Fahrer hat eine Startgebühr von 50 Euro gezahlt, das meiste Geld kam aber durch Sponsoren zusammen. „Mit dem Geld möchten wir das Kinderferiendorf im Stadtwald unterstützen“, erklärte die amtierende Präsidentin der Lions, Petra Engel. Von den sechs maroden Häusern müssen noch fünf renoviert werden (der Courier berichtete). Die Wohltätigkeitsfahrt fand zum ersten Mal statt, Schirmherrin war Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger. „Wir haben einige Clubmitglieder, die Oldtimer fahren. Da lag die Idee nahe“, sagte Petra Engel. Sie selbst besitzt ein besonderes Schätzchen: Einen britischen Morgan Plus 8 , Baujahr 1992. „Die werden seit Jahrzehnten gleich gebaut. Selbst vom Holzrahmen ist man nicht abgewichen“, erklärte die Apothekerin.

Rund 30 Oldtimerbesitzer machten sich vom Parkdeck der Holsten-Galerie auf, um bei herrlichem Sonnenschein gemächlich zum Gut Friedeberg an den Selenter See zu fahren. Die Rückfahrt endete in Neumünster bei Firma Thullesen.

Für diesen besonderen Anlass holte auch der Neumünsteraner Tino Ulshöfer seinen Dodge Charger Super Bee aus der Garage geholt. Schnell versammelten sich viele Fahrer und Beifahrer um den violetten Ami-Schlitten und bestaunten die Rarität aus dem Jahr 1971. „Weltweit gibt es nur 26 Stück und in Europa sogar nur zwei“, schilderte der stolze Besitzer. Seinen wertvollen Schluckspecht – der Verbrauch liegt bei 30 Litern auf hundert Kilometern – hat Tino Ulshöfer vor eineinhalb Jahren gekauft. „Seitdem bin ich etwa 1000 Kilometer gefahren. Es ist mein Hobby, aber auch eine Wertanlage“, sagte er. Zu dem Preis wollte er sich nicht äußern, nur soviel: „Der Vorbesitzer hatte in das Fahrzeug 60  000 Euro investiert.“

Als Alltagsfahrzeug hingegen hat Jutta Schlemmer ihren schnuckeligen VW-Bus T1 Samba von 1968 lange genutzt. „Wir haben ihn seit 15 Jahren und ich bin ihn dauernd gefahren. Allerdings wurde mir das dann doch wegen meiner drei Kinder zu gefährlich, Sicherheitsgurte gibt es hinten nämlich nicht“, sagte die Lions-Frau. Sohn Carl (6) ließ sich den Spaß nicht nehmen und begleitete seine Mutter bei der Spazierfahrt in die Holsteinische Schweiz.

Eine Wiederholung der Wohltätigkeits-Veteranenfahrt kann sich Petra Engel in zwei Jahren vorstellen. „2017 gibt es zunächst wieder das Benefiz-Golfturnier“, sagte sie.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 17:00 Uhr

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