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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 15:49 Uhr

Schlechtes Storchenjahr : Nur 23 Jungvögel gibt es im Umland von Neumünster

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Starke Regenfälle mit Hagelschauern und kalten Temperaturen machten dem Nachwuchs zu schaffen.

Aukrug | Im Frühjahr erwarteten die Vogelfreunde vom Naturschutzbund (Nabu) Neumünster noch ein gutes Brutergebnis unter den Weiß-Störchen in Mittelholstein, waren die meisten Segelflieger bei guter Verfassung doch früh aus dem Winterquartier zurückgekehrt. Leider sind im Großraum Neumünster wie auch im ganzen Land in diesem Jahr zahlreiche Adebare ohne Nachwuchs geblieben, berichtet der Ehrenvorsitzende und Nabu-Storchenbeauftragter Peter Hildebrandt.

Hildebrandt führt das auf die schlechte Witterung während der Jungenaufzucht zurück, war es doch zur Schlüpfzeit zu trocken, so dass die Elterntiere kaum Regenwürmer zum Verfüttern fanden. „Später machten starke Regenfälle mit Hagelschauern und kalten Temperaturen dem Nachwuchs zu schaffen. Ein Teil der Jungvögel ertrank in den Horsten oder ging an Unterkühlung ein“, erklärte Hildebrandt weiter. Doch auch spät heimkehrende Langschnäbel fanden ihren angestammten Horst von Rivalen besetzt. Es kam dann zu heftigen Kämpfen in Gnutz, Bargstedt und Ellerdorf. Dabei wurde das Gelege der Vorgänger zerstört. Für eigenen Nachwuchs war es jedoch zu spät, bedauerte auch der 1. Vorsitzende des NabuNeumünster, Dr. Björn-Henning Rickert.

Insgesamt bekamen im gleichbleibenden Beobachtungsgebiet von 22 besetzten Horsten nur 15 Paare Nachwuchs. Die meisten Paare zogen nur einen Jungvogel groß. Leider werden damit nur 23 Jungtiere ihre Reise ins Winterquartier antreten können. Im vergangenen Jahr verließen immerhin noch 34 und 2014 sogar 50 junge Stelzvögel ihren Horst. Nach den Aufzeichnungen von Hildebrandt wurden Drillinge nur in Bimöhlen-Weide und Hitzhusen groß gezogen. Je zwei Segelflieger verlassen in Langwedel, Aukrug-Homfeld, Großenaspe und Weddelbrook ihren Horst. Ein Adebar überlebte in Bönebütel, Loop, Krogaspe, Brammer, Meezen, Armstedt, Bimöhlen, Bad Bramstedt und Hagen.  

 

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erstellt am 02.Aug.2016 | 15:00 Uhr

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