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Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 23:18 Uhr

Neumünster : Nordbau eröffnet: Messe lockt Profis und private Häuslebauer

vom

Fünf Tage lang wird Neumünster zum „Mekka des Bauens“. Leitthema ist die norddeutsche Baukultur.

Neumünster | Die 61. Nordbau in und auf dem Freigelände der Holstenhalle Neumünster ist gestartet. Nordeuropas größte Baufachmesse ist mit 848 Ausstellern aus 15 Ländern seit Langem ausgebucht – und das zum 15. Mal in Folge. Erwartet werden bis Sonntag wieder mehr als 60.000 Messebesucher.

Eröffnet wurde die Messe am Mittwochmorgen von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Er appellierte an die Baubranche, junge Flüchtlinge einzustellen. Dies sei eine Chance für die Betriebe gegen den Nachwuchsmangel. Es gehe darum, motivierte und wissensdurstige junge Flüchtlinge zu Facharbeitern zu machen. Das Land unterstütze die Bauwirtschaft dabei und arbeite mit Arbeitsagenturen, Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern und vielen anderen Partnern zusammen.

Bei der Eröffnung mit dabei war auch die neue dänischen Generalkonsulin Martine Gram Barbry. Dänemark ist seit 40 Jahren Partnerland der Nordbau und mit einem großen Gemeinschaftsstand präsent.

Es brummt auf dem Bau, das merkt man auf der Messe, und das ist auch an den vollen Auftragsbüchern ablesbar. Im ersten Quartal stieg das Auftragsvolumen im Wohnungsbau im Jahresvergleich um sagenhafte 71 Prozent, machte Dietmar Walberg, der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, in Neumünster deutlich. Schleswig-Holstein liege damit im Bundesvergleich auf Platz 3 vor allen anderen Flächenländern.

Bauen werde allerdings durch hohe Grundstückspreise, schärfere Normen und Verordnungen und den immer aufwändigeren technischen Ausbau immer teurer. „Eine bedeutende Rolle kommt hier der sozialen Wohnraumförderung zu“, sagte Erk Westermann-Lammers, der Vorstands-Chef der Investitionsbank. Der Bau von 4800 neuen Sozialwohnungen seit 2011 habe dämpfend auf den Anstieg der Mieten im unteren Preissegment gewirkt.

Worum geht es bei der Messe?

Ein Leitthema der Baumesse ist in diesem Jahr der Ziegel als Markenzeichen norddeutscher Baukultur. „Die Nordbau ist die größte Plattform für Ziegel und Klinker in Deutschland“, sagte Messe-Chef Dirk Iwersen von den Holstenhallen und nannte mit der Arbeitssicherheit und fortschreitenden Digitalisierung der Baumaschinen weitere Schwerpunkte der Nordbau. „Die Anforderungen an die Bauleiter und Poliere als Manager der Baustelle sind sehr gestiegen“, so Iwersen. Georg Pohlmann von der Unfallkasse Nord rechnete vor: „Ein Euro in die Arbeitssicherheit und gute Ausstattung investiert, bringt 1,70 Euro an Einsparung.“

Für Wolfgerd Jansch von der Messeleitung ist die Nordbau die einzige Messe, die sowohl Baumaschinen als auch Baumaterialien im Programm hat und dabei gleichermaßen „Fachmesse für den Profi und für Hausbesitzer und solche, die es werden wollen“, ist.

Wie schon in den Vorjahren steht auch der Berufsnachwuchs im Fokus der Messe. Mit der Veranstaltung „Faszination Bauberufe“ am Donnerstag bieten die Aussteller einen Einblick in die Arbeits- und Karrieremöglichkeiten auf dem Bau. Dazu werden wieder etwa 1000 Jugendliche aus dem ganzen Land erwartet. „In Zeiten vieler unbesetzter Lehrstellen und des Fachkräftemangels bietet die Baufachmesse eine ideale Plattform für die Nachwuchswerbung“, so Jansch.

Eine Premiere ist das Training der deutschen Handwerker-Nationalteams, das sich auf die Europameisterschaften in Göteborg vorbereitet. Zum zweiten Mal nach 2015 nutzen die Maler und Lackierer die Messe, um vor Publikum ihren Landesleistungswettbewerb auszutragen.

Geöffnet ist die 61. Nordbau von Mittwoch bis Sonntag, 7. bis 11. September, jeweils von 9 bis 20 Uhr. Eintritt: Tageskarte 10 Euro, Dauerticket 18 Euro, Schüler/Studenten 3,50 Euro. Mehr Informationen auf www.nordbau.de.

(mit dpa)

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erstellt am 07.Sep.2016 | 12:30 Uhr

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