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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 17:45 Uhr

Ferien beendet : Neustart in der Kita Wittorf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Carolin Hennings und Kristin Pinkert bilden das neue Leitungsteam an der Reuthenkoppel

Neumünster | Die Kindertagesstätte Wittorf hat gestern nach drei Wochen Sommerferienpause mit umfassenden Sanierungsarbeiten erstmals wieder ihre Türen geöffnet. Es ist auch in personeller Hinsicht ein Neubeginn, denn mit Carolin Hennings (49) tritt eine neue Leiterin an. Auch ihre Stellvertreterin Kristin Pinkert (29) ist neu an der Reuthenkoppel.

Mit der Neubesetzung zieht die Stadt einen Schlussstrich unter einen bislang einmaligen Vorfall. Ende Februar hatte die Stadt nach jahrelangem Streit die damalige Kitaleiterin, ihre Stellvertreterin und eine Gruppenleiterin versetzt (der Courier berichtete). „Die abgelösten Mitarbeiter sind mit anderen Aufgaben innerhalb des Fachdienstes Frühkindliche Bildung betraut worden“, sagte dessen Leiter Jörg Asmussen. Damals hatte es Proteste von Eltern gehagelt, die forderten, dass die Gruppenleiterin in Wittorf bleibt. Fünf Monate lang war die Wittorfer Kita vom Leitungsteam der Kita im Volkshaus, Bärbel Schmidt-Holländer und Ulrike Roselt, mitbetreut worden.

Jetzt also der personelle Neubeginn. „Wir wollen gemeinsam Altes hinter uns lassen“, sagte Asmussen. Beide Neuen seien nicht involviert in den alten Konflikt und gingen unbefangen an ihre neue Aufgabe, so Asmussen.

Carolin Hennings ist Erzieherin mit einer Zusatzausbildung als Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen. „Ich habe die vergangenen drei Jahre in der Kita Haartallee als stellvertretende Leiterin gearbeitet“, sagte sie. Kristin Pinkerts Station vor Wittorf war die Kita Schwedenhaus am Meßtorffweg. Die Erzieherin ist auch Fachkraft für Frühpädagogik und Sozialmanagement und seit sechs Jahren bei der Stadt.

Jörg Asmussen freut sich, zwei kompetente Mitarbeiterinnen gefunden zu haben, die schon bei der Stadt arbeiten und nun aufsteigen. Die Stellen waren intern und extern ausgeschrieben worden. Es habe viele Bewerbungen gegeben, was beim Fachkräftemangel nicht selbstverständlich sei, so Asmussen.

„So wie ich das von den Eltern mitbekommen habe, ist der Neustart mit neuer Leitung in Wittorf akzeptiert“, sagte Asmussen. Er ist sich sicher, dass beide die Situation meistern werden. Carolin Hennings und Kristin Pinkert hatten sich dem Kita-Team aus 19 Mitarbeitern und den Eltern bereits vor Ferienbeginn vorgestellt. „Wir hoffen auf das Gute und dass die neue Leitung frischen Wind mitbringt“, sagte die Elternbeiratsvorsitzende Joyce Gundlach.

Wittorf ist kein sozialer Brennpunkt wie die Innenstadt. Eine herausfordernde Aufgabe ist die Leitung einer großen Kita mit 120 Kindern aber allemal. „Auch hier gibt es Familien mit Problemen“, sagte Jörg Asmussen.

Der erste Arbeitstag hatte es in sich, denn noch gleicht die halbe Kita einer Baustelle. Bei der energetischen Sanierung bekam das Gebäude neue Fenster, ein neues Dach und eine Fassadenisolierung sowie eine neue Heizungsanlage. Außerdem ist ein Anbau geplant. Die zurzeit provisorisch als Bewegungs- und Gruppenraum genutzte Turnhalle soll wieder ganz zur Turnhalle werden.

Auch das verkeimte Trinkwasser wirkt noch nach. Die Stadt lässt heute noch alle Kitas mit Mineralwasser beliefern. Als die Stadtwerke am Freitagnachmittag Entwarnung gaben, war die Bestellung schon raus. 

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erstellt am 16.Aug.2016 | 07:30 Uhr

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