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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 03:11 Uhr

Holsten-Galerie : Neumünster: Erwartungen von ECE wurden übertroffen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Holsten-Galerie feiert ersten Geburtstag. 30 Prozent der Besucher sind aus Neumünster.

Neumünster | Fünf Millionen Besucher, überdurchschnittlich viele Stammkunden und höhere Umsätze als erwartet – das ist die erste Zwischenbilanz der Holsten-Galerie aus Sicht des Centermanagers Christian Langsdorff. Die zog er fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Eröffnung.

„Ein neues Center braucht in der Regel drei bis vier Jahre, bis es in der Stadt und der Region richtig etabliert ist. Wir sind schon jetzt auf einem richtig guten Weg“, sagte Langsdorff. Die Besucherzahlen sind nach den Zählungen von ECE sehr konstant, und die Umsatzerwartungen liegen über Plan. Eine sehr wichtige Kennzahl sei die der Stammkunden. ECE definiert so einen Kunden, der mindestens alle zwei Wochen das Center besucht. Konzernweit liegt die Zahl bei 60 Prozent, in der Holsten-Galerie aber bei 70 Prozent.

Das Management weiß noch mehr über die Kunden. Die sind im Durchschnitt 40 Jahre alt; 40 Prozent kommen mit dem Auto. Bei Analysen der Autokennzeichen und Befragungen kam heraus: 30 Prozent der Besucher sind aus Neumünster, 21 Prozent aus dem Kreis Segeberg, 14 Prozent aus Rendsburg-Eckernförde, 6 Prozent aus Itzehoe, 4 Prozent aus Plön und je 3 Prozent aus Kiel und Hamburg. „Neumünster ist und bleibt der wichtigste Frequenzbringer. Aber in den umliegenden Kreisen müssen wir uns noch stärker in den Köpfen der Kunden festsetzen“, sagte Langsdorff.

Dass der eine oder andere Mieter die Galerie schon wieder verlassen hat und es derzeit fünf Leerstände gibt, ist aus seiner Sicht nicht ungewöhnlich. „Zum Teil hatten wir Test-Mietverträge mit kurzen Laufzeiten. Die Läden stehen nicht lange leer“, sagte Langsdorff. Die meisten Umsatzzahlen der Shops lägen im ECE-Schnitt, manche darüber, manche darunter. Die Galerie sei ein Teil von Neumünster geworden und wolle das noch verstärken, auch in Zusammenarbeit mit dem Citymanagement. An die Adresse der Stadt gab Langsdorff aber auch seine Einschätzung, „in der Verkehrsführung der Innenstadt gibt es noch Optimierungspotenziale“.

Den Hinweis nahm Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras auf, der auf der Pressekonferenz neben Langsdorff saß. „Wir wollten das Center und wissen heute, dass die Entscheidung der Ratsversammlung richtig war. Die Befürchtungen der Kritiker haben sich nicht bewahrheitet“, sagte Tauras. Weder habe die Galerie den Tod des Großfleckens herbeigeführt, noch sei der Verkehr in der Innenstadt zusammengebrochen. „Die meisten Leerstände auf dem Großflecken sind schon wieder weg“, sagte Tauras. Auch ein Park-Chaos gebe es nicht. „Es gibt genug Parkplätze in der Innenstadt – nur nicht mehr kostenlos. Das ist aber auch nicht mehr zeitgemäß“, sagte Tauras. Das Parkhaus der Galerie etwa sei nicht ausgelastet.

Nach nur einem Jahr sieht die ECE-Zentrale die Aufgabe von Christian Langsdorff in Neumünster als erfüllt an. Er wechselt noch im Oktober nach Odense, wo er das „Rosengardcentret“ übernimmt, das zweitgrößte Einkaufszentrum Dänemarks. Das ist etwa viermal so groß wie die Holsten-Galerie und wird gerade neu aufgestellt. „Das ist eine reizvolle Aufgabe. Ich bleibe aber vorerst noch in Neumünster wohnen. Auf jeden Fall soll unsere Tochter hier noch zur Welt kommen“, sagte Langsdorff.

Seine Nachfolgerin Mailin Huljus (25) hat Internationales Immobilienmanagement studiert und ist seit 2014 bei ECE. Von April 2015 bis Januar 2016 war sie bereits in der Holsten-Galerie, danach in Centern in Berlin und Koblenz. „Ich kenne Neumünster schon ganz gut und freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, sagte die gebürtige Remscheiderin.

Media-Markt bleibt in der Holsten-Galerie

Seit Monaten geistern die Gerüchte durch die Stadt und sind nicht tot zu kriegen: Der Media-Markt verlasse die Holsten-Galerie schon bald wieder und ziehe an die Rendsburger Straße zurück, heißt es auf der Straße und besonders in den sozialen Netzwerken. Media-Markt-Geschäftsführer Peter Schneider räumt damit jetzt auf: „Das ist einfach falsch. Wir haben noch keine Sekunde bereut, den alten Standort verlassen zu haben und in die Holsten-Galerie gezogen zu sein. Die City-Lage ist perfekt, unsere Mitarbeiter fühlen sich wohl, und vor allem die Kunden sind hellauf begeistert. Wir sind seit 17 Jahren in Neumünster und haben nicht den leisesten Zweifel am Standort. Sonst hätten wir wohl kaum in den Umzug investiert“, sagt Schneider.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 08:00 Uhr

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