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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 05:03 Uhr

Stadttöpferei : Neues Duo stellte sich vor

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kristina Rutar (27) und Susanne Ring (49) sind seit Anfang der Woche die neuen Künstlerinnen im Künstlerhaus am Fürsthof.

Neumünster | Das Künstlerhaus Stadttöpferei im Fürsthof 8 beherbergt seit Dienstag dieser Woche wieder zwei neue Gäste. Susanne Ring (49) aus Berlin und Kristina Rutar (27) aus Slowenien werden bis zum 30. September in einem offenen Atelier an ihren Kunstwerken arbeiten. Das Konzept des Künstlerhauses besteht bereits seit 1987, wurde aber 2012 von Danijela Pivaševi-Tenner (36) erneuert. Zu Beginn bestanden die Tandempartner ausschließlich aus jungen Nachwuchstalenten. Um den Austausch der Künstler zu fördern, entschied Pivaševi-Tenner sich dazu, einen etablierten sowie einen jungen Künstler zusammen zu bringen – so auch bei den aktuellen Künstlerinnen.

Susanne Ring studierte von 1989 bis 1996 an der Berliner Universität der Künste. Sie interessierte sich bereits in der Kindheit für expressionistische Künstlerbiografien, wusste aber erst nach ihrem Umzug von Mainz nach Berlin, dass man Kunst studieren kann. Seit 2003 hat sie verschiedene Lehraufträge an Kunstfakultäten.

Eigentlich kommt die Mainzerin aus der Malerei, empfand die Schnittstelle zwischen dem Zwei- und dem Dreidimensionalen als sehr interessant und begann somit, figurativ zu gestalten. Sie selbst bezeichnet ihre Kunst als atmosphärisch. „Ich finde es interessanter, wie meine Figuren auf andere Menschen wirken als selbst zu sagen, was sie erzählen“. Kunst bedeutet für Susanne Ring, sich dem Prozess frei zu überlassen. Nach Neumünster zieht es sie vor allem, weil sie die Idee des künstlerischen Tandems spannend findet. Außerdem gebe es in der Keramik nur eine handverlesene Auswahl an Künstlern. Somit sei der Austausch mit Kristina Rutar für sie besonders wichtig.

Die Slowenin ist eine Nachwuchskünstlerin und steht für die moderne Keramik. Trotz ihrer jungen Jahre besticht sie mit weltweiten Ausstellungen in den USA, Europa und Asien. Alles begann mit fünf Jahren im Urlaub in Valencia (Spanien), in dem sie zum ersten Mal gebannt von Kunst war. Jahre später studierte sie schließlich an der „Academy of fine Arts and Design“ in Ljubljana. Auch sie versucht die Zweidimensionalität von Bildern in Keramikfiguren umzuwandeln. Während sie ihre Skulpturen zunächst aufs Blatt bringt, stellt sie sich vor allem menschliche Körper vor. An der Stadttöpferei reizt sie der Austausch mit anderen Künstlern und das Durchbrechen eigener Gewohnheiten. Sie plant , eine interaktive Installation zu gestalten, sodass Besucher ihre Kunst nicht nur passiv erleben werden.

Die Künstlerinnen können Dienstag bis Donnerstag von 14 bis 16 Uhr und sonnabends von 10 bis 12 Uhr im offenen Atelier besucht werden. Die Abschlusspräsentation findet am 30. September um 18 Uhr statt. Im November startet das letzte Tandempaar für 2016, die internationale Ausschreibung endet am 7. Oktober.

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erstellt am 07.Sep.2016 | 08:30 Uhr

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