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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 13:51 Uhr

Wasbeker Strasse : Neues Baugebiet sorgt für lange Staus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zwischen Fritz-Klatt-Straße und Wasbeker Straße entstehen 44 Baugrundstücke. Baustellenampel regelt noch drei Wochen lang den Verkehr

Neumünster | Zeitweise stehen die Autos auf der Wasbeker Straße vom KIN-Lebensmittelinstitut bis fast zur Roonstraße Stoßstange an Stoßstange. Der Grund für den Stau ist eine Baustellenampel, die seit Montag den Verkehr auf etwa 150 Metern nur im Wechsel passieren lässt.

„Wir müssen an die Schmutzwasserleitung ran, die unter der Fahrbahn liegt“, erklärt Volker Brandt von der gleichnamigen Tiefbaufirma aus Westerrönfeld. Das Unternehmen erschließt im Auftrag des Projektentwicklers Wolfsteller zurzeit Neumünsters größtes Neubaugebiet.

In Fortsetzung der Fritz-Klatt-Straße zur Wasbeker Straße hin entstehen 44 Baugrundstücke zwischen 485 und 860 Quadratmetern Größe. 41 Grundstücke vermarktet Wolfsteller, drei gehören der Stadt. „Es gab einen Erschließungsvertrag mit der Stadt. Die ganze Planung ist mit ihr abgestimmt und abgesichert“, sagt Geschäftsführer Thorsten Wolfsteller.

Die Kaufpreise liegen zwischen 83 und 113 Euro je Quadratmeter. Der Bebauungsplan 173 sieht ein reines Wohngebiet mit Einfamilien- und Doppelhäusern vor. Geschossbauten und Sammelgaragen sind nicht zulässig. „Bis zu zwei Vollgeschosse sind möglich“, so Wolfsteller.

„Die Fritz-Klatt-Straße wird zur Erschließung auf Dauer zur Wasbeker Straße hin fortgesetzt“, sagt Ute Spieler, die Leiterin der Stadtplanung. Durch die verschwenkte Verkehrsführung und den Ausbau als 30er-Zone und als Spielstraße in den Seitenarmen soll verhindert werden, dass sie zur Durchgangsstraße wird, so Ute Spieler.

Das Interesse an Baugrundstücken in Neumünster ist groß, in diesem Fall sogar größer als das Angebot. „Wir rechnen mit einem schnellen Verkauf“, sagt Thorsten Wolfsteller. Bereits während der Aufstellung des Bebauungsplans hätten sich zahlreiche Interessenten gemeldet. Mehr als zwei Drittel der Grundstücke seien schon fest verkauft, die übrigen reserviert oder nur noch zusammen mit einem Haus zu kaufen. Es gebe sogar eine Warteliste.

„Der Vorteil ist, dass dann schnell gebaut wird“, sagt Thorsten Wolfsteller. Der Zeitplan sieht vor, dass Ende November die asphaltierte Baustraße fertig ist und die Bauherren loslegen können. Die Baustraße wird nach Abschluss der Hausbauten durch eine gepflasterte Straße ersetzt. Für die reibungslose Anbindung ist stadtauswärts von der Wasbeker Straße aus eine Linksabbiegerspur in das neue Wohngebiet geplant.

Die Autofahrer müssen noch etwa drei Wochen lang mit der Baustellenampel und den Behinderungen auf der Wasbeker Straße leben. Dann sollen die im Baugebiet schon verlegten Leitungen an den Kanal unter der Wasbeker Straße angeschlossen sein. „Wir werden nicht trödeln, denn das kostet uns Geld“, verspricht Volker Brandt von der Tiefbaufirma. Seine Erfahrung und Hoffnung: „Die Leute wissen nach ein paar Tagen Bescheid und nehmen eine andere Fahrtroute.“

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erstellt am 20.Okt.2016 | 08:00 Uhr

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