zur Navigation springen

Fundtiere : Neuer Verein will ein Tierheim in Wasbek aufbauen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünster | In die festgefahrene Situation um die Fundtiere in Neumünster kommt Bewegung. Zwei Tage vor der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins am Mittwoch präsentierte gestern der erst vor einem halben Jahr gegründete Verein „Gestrandete Pfötchen“ sein Konzept. „Wir werden ein neues Tierheim im Krusenhof in Wasbek errichten. Die Nutzungsänderung ist im Endspurt. Die beiden Gebäude sind nur knapp drei Kilometer vom jetzigen Standort der Tierauffangstelle entfernt“, sagte die Vorsitzende Bianca Schenk.

In dem geplanten Krusenhofer Tierheim am Krusenhofer Weg 109 - 111 sollen 500 Quadratmeter Gebäude und gute 12 000 Quadratmeter Land für Tiere in Not zur Verfügung stehen. Vorgesehen ist, rund 60 Katzen, zahlreiche Kleintiere und bei Bedarf Schafe, Pferde oder Hühner unterzubringen. Exoten sollen je nach Art in dafür etablierte Vereine gebracht werden. „Hunde sollen zunächst in umliegende Tierheime gebracht werden“, sagte Bianca Schenk. Zudem ist ein Notfall-Handy geplant.

„Unser Ziel ist es, eine fachlich kompetente und liebevoll gestaltete Anlaufstelle für in Not geratene Katzen und Kleintiere zu schaffen, wo das Wohlergehen der Tiere an erster Stelle steht“, so Bianca Schenk. Gespräche mit der Stadt hat es gegeben. Die Vermittlung sei ein wesentlicher Punkt. Dabei will sich „Gestrandete Pfötchen“ an den Vorgaben des Deutschen Tierschutzbundes orientieren und dort auch Mitglied werden. „Es wird für Mitglieder und Amtstierärzte transparent gearbeitet, auch Erbschaften oder Spenden werden nicht vorenthalten“, sagt die Vorsitzende. Jetzt werden weitere Helfer und Sponsoren gesucht, damit der Umbau mit vereinten Kräften umgesetzt werden kann. Wer Interesse hat mitzumachen, wendet sich vorerst an bianca-schenk@t-online.de. Ab kommenden Wochenende soll dann auch eine Internetseite zur Verfügung stehen.

Die Stadt hat unterdessen mit der
942-2010 eine neue zentrale Rufnummer eingerichtet, unter der sich Bürger, die Tiere gefunden haben, von 8 bis 16 Uhr melden können. Außerhalb dieser Zeiten solle man die Feuerwehr unter Tel. 3 32 20 anrufen, teilte Stadtsprecher Stephan Beitz gestern mit. Die Stadt hat Beitz zufolge bislang noch kein Fundtier im Container auf dem Gelände der ehemaligen Hindenburg-Kaserne unterbringen müssen. Dort stünden vier desinfizierte Edelstahlkäfige für Katzen sowie eine größere Hundebox mit „ausreichend Nahrung, Wasser in einem Extra-Tank und Desinfektionsmittel“ zur Verfügung, sagte Beitz. Der Container werde von der Veterinäraufsicht der Stadt betreut.

Das Ganze sei nur eine Übergangslösung für die kurzfristige Unterbringung von Fundtieren in der Nacht, die dann am Folgetag zum Tierheim Uhlenkrog in Kiel gebracht werden. Das hatte zuvor der Verein Tierhilfe gemacht.

Die Tierhilfe war damals eingesprungen, nachdem die Tierauffangstelle des Tierschutzvereins aufgrund von Mängeln im August 2016 geschlossen worden und dem Tierschutzverein untersagt worden war, Fundtiere aufzunehmen. Seitdem führe die Stadt „Gespräche, um eine dauerhafte Lösung zu
realisieren“, sagte Stadtsprecher Stephan Beitz.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Mär.2017 | 08:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen