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Holsteinischer Courier

26. März 2017 | 20:59 Uhr

Max-Johannsen-Brücke : Neue Anlage lockt Skater in die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Skatepark unter der Max-Johannsen-Brücke wurde offiziell freigegeben. Jugendliche waren an der Planung intensiv beteiligt.

Neumünster | Es war ein langwieriger Prozess – aber am Ende gab es nur strahlende Gesichter. Gestern Nachmittag wurde der neue Skatepark an der Kieler Straße unter der Max-Johannsen-Brücke offiziell freigegeben. Schon bevor Stadtbaurat Thorsten Kubiak den Startschuss gab, tummelten sich zahlreiche Kinder und Jugendliche auf dem Platz und zeigten ihre Kunststücke.

Auf der rund 540 Quadratmeter großen Fläche gibt es neun Elemente, die variantenreich angefahren werden können. Darunter befindet sich unter anderem ein „Kicker to Kicker“, ein Skatebaustein aus zwei Elementen, die als gerade Rampen mit unterschiedlicher Breite, aber gleicher Höhe, auch den erfahreneren Skatern verschiedene Sprünge und Tricks ermöglichen.

Der Skatepark gehört zu einer der ersten Anlagen in Neumünster, musste aber im Herbst 2015 stillgelegt werden. Durch die intensive Nutzung waren Mängel aufgetreten und die Sicherheit der Skater dementsprechend nicht mehr gegeben. Zur kurzfristigen Wiederbelebung der Anlage wurde im Juni vergangenen Jahres eine kleine Halfpipe aufgestellt – doch die reichte den Skatern nicht aus.

Um auf die Wünsche der Nutzer einzugehen, entschied sich die Stadt, sie bei der Neugestaltung zu beteiligen und holte auch das Projekthaus mit ins Boot. „Wir haben uns mehrfach zusammengesetzt und überlegt, was sich hier realisieren lässt“, erklärt Antje Leimbach vom Projekthaus. Bereits Ende Mai 2016 wurden Ideen gesammelt und Pläne besprochen. Im Oktober entschieden sich die rund 25 Teilnehmer der Planungsgruppe dann für die jetzige Lösung, die von der Kieler Firma Anker Rampen umgesetzt wurde.

Nino Steffen war an der Ideenfindung beteiligt und ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden: „Ich bin gebürtiger Neumünsteraner, wohne aber inzwischen in Kiel. Trotzdem werde ich regelmäßig nach Neumünster kommen, um hier zu skaten. Und ich weiß von vielen anderen Leuten, dass sie ebenfalls aus anderen Städten kommen wollen, weil die Anlage auch für Anfänger super geeignet ist“, sagt der 21-Jährige. Auch Marco Elsner (19) aus der Böcklersiedlung ist begeistert: „Es gibt jetzt einfach mehr Möglichkeiten, Sprünge zu proben.“

Die Kosten für die Neugestaltung liegen bei 80  000 Euro. Um die Haltbarkeit der Anlage zu verlängern, wurden Skategeräte aus Beton verwendet. Dadurch soll auch der Lärmpegel reduziert werden. „Mit Betongeräten haben sie die leiseste Variante“, betonte Thomas Zang vom Grünflächenamt der Stadt.

Die Anlage kann rund um die Uhr genutzt werden – und wer kein Skateboard hat, darf auch mit Inlineskates, einem BMX-Rad oder einem Cityroller vorbeischauen.

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erstellt am 16.Mär.2017 | 08:30 Uhr

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