zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

25. Mai 2016 | 11:08 Uhr

Polizeibericht : Nach der Neonazi-Demo: Polizei ermittelt wegen vorgetäuschter Straftat

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach den Falschmeldungen über den angeblich gewaltsamen Tod eines Teilnehmers aus der rechten Szene ermittelt die Polizei jetzt in Neonazi-Kreisen.

Neumünster | Nach den Falschmeldungen  über den angeblich gewaltsamen Tod  eines Teilnehmers aus der rechten Szene ermittelt die Polizei jetzt in Neonazi-Kreisen wegen des Verdachts auf Vortäuschung einer Straftat.

 Während der Anti-Flüchtlings-Kundgebung   von rund  80 Rechtsextremisten auf dem Kantplatz hatte am frühen Sonnabendnachmittag  der Redner Thomas W. aus Hamburg  von einem blutigen Übergriff berichtet, bei dem ein Mensch am Bahnhof angeblich durch Schläge krankenhausreif geprügelt worden sei. Später tauchte in sozialen Netzwerken sogar die Nachricht auf, dass es bei der Anreise in Neumünster einen Toten gegeben hätte.  Die Falschmeldung setzte sofort  umfangreiche Ermittlungen und Suchaktionen der Polizei in Gang – ohne Ergebnis. Schließlich mussten die Rechten  dementieren (der Courier berichtete). „Wir stehen am Anfang der Ermittlungen und versuchen, den Verursacher des Gerüchts zu identifizieren“, erklärte Polizeisprecher Rainer Wetzel. Es sollen jetzt unter anderem Zeugen befragt werden.

 Dr. Heiner Wadle vom Bündnis gegen Rechts lobte gestern noch einmal ausdrücklich das Engagement der mehr als 400 Gegendemonstranten, die rund um den Kantplatz am Sonnabend stundenlang Flagge gezeigt hätten.  „Das Verhältnis von aktiven  Demokraten zu den rechten Hetzern mit fünf zu eins  war gut“, erklärte er für das Bündnis gegen Rechts.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Jan.2016 | 07:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert