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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 23:09 Uhr

Heri Friese : Musik-Urgestein wandelt jetzt auf Solo-Pfaden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Neumünsteraner Musiker Heri Friese bringt eine Solo-CD heraus. Sein Album „Dann eben...doch!“ mit 17 Titeln hat er selbst komponiert und produziert.

Neumünster | Er macht Musik mit Leidenschaft und lebt seit über 40 Jahren in Neumünster – jetzt hat sich Heribert Friese, genannt Heri, einen Traum erfüllt. Seine Solo-CD „Dann eben...doch!“ ist ab sofort als CD und als Download erhältlich.

Der Musiker, Sänger, Texter und pensionierter Lehrer kam mit 16 Jahren zur Musik und brachte sich selbst das Gitarre-, Ukulele und Mandolinespielen bei. Mit der Folk-Gruppe „Schmelztiegel“, die heute noch besteht, war er viel unterwegs: „Früher hatten wir viele Auftritte, aber das ist weniger geworden. Da habe ich mir eine Alternative gesucht und ein Solo-Projekt gestartet“, erklärt der Musiker.

Seine Lieder entstehen in seinem Musikzimmer in der Gartenstadt: Komposition, Texte, Aufnahme und Produktion macht Heribert Friese selbst. „Es fällt mir wesentlich leichter, die Musik zu schreiben. Einmal habe ich eine halbe Stunde für das Komponieren und mehrere Monate für den Text gebraucht“, sagt der 64-Jährige.

Die Melodien für die Stücke kommen von ganz alleine: „Ich summe vor mich hin und versuche dann, eine Melodie aufzunehmen. Wenn ein neues Stück fertig ist, spiele ich es zuerst meiner Frau vor“, erklärt der Musiker schmunzelnd. Seine Enkelkinder im Alter von zwei und vier Jahren haben auch mitgeholfen: „Martje und Lieke haben das Bild für das Cover getuscht“, sagt der stolze Opa.

Zu einigen Liedern gibt es sogar Videos auf der Interplattform Youtube: „Zum Stück ‚Meine Nordmanntanne‘ habe ich das Video selbst auf dem Weihnachtsmarkt gedreht. Da geht es um den ganz normalen Wahnsinn zur Vorweihnachtszeit.“

Bei seinen Liedern hat er hohe Ansprüche an sich selbst: „Keins soll gleich klingeln, das erste nicht wie das letzte“, sagt Friese und verweist auf eine zweite CD, die Mitte November erscheinen wird, allerdings nur als Download im Internet. „Es sind ältere Stücke darauf, die ich mit der Zeit geschrieben habe“, sagt der Musiker.

Auftritte mit seinem Solo-Album sind bis jetzt nicht geplant, würden ihn aber auch ohnehin vor einige Probleme stellen. „Ich kann nicht allein alle Instrumente spielen, deswegen bräuchte ich eine kleine Band. Ich habe bereits jemanden gefragt, und er hat zugesagt. Jetzt müssen wir gucken, ob sich etwas entwickelt“, sagt der ehemalige Lehrer an der Gemeinschaftsschule Brachenfeld.

Der Titel der CD ist eine Hommage an die Leidenschaft zum Liedermachen: „Ich wollte die Musik nicht an den Nagel hängen, sondern weitermachen. Eben doch! Seit diesem Jahr bin ich im Ruhestand – also im Unruhestand. Jetzt habe ich viel Zeit“, sagt er und erzählt schmunzelnd von der Bitte seiner Enkel: „Sie haben mich gefragt, ob ich ein Lied über Meerschweinchen schreiben kann. So habe ich immer neue Herausforderungen.“

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