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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 13:25 Uhr

Kunstflecken : Münsteranerin überzeugte mit ihrer Kunst-Installation

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ab Freitag ist das Werk „Rapport“ der Künstlerin Wiebke Schwarzhans im Museum Tuch + Technik zu sehen.

Neumünster | Mit ihrer Installationsidee „Rapport“ (Je sais bien, mais quand même / Ich weiß es zwar, aber dennoch), die sich unter anderem mit feministischem Ansatz der Frage ‚Wann wird Mode zur Kunst?‘ widmet, gewann die Hamburger Künstlerin Wiebke Schwarzhans den zweiten Kunstflecken-Wettbewerb zu temporärer Kunst im öffentlichen Raum, der in diesem Jahr unter die Motto „Zeit-Gewinn“ stand.

Zu sehen ist das Werk der 31-Jährigen in Münster geborenen Absolventin der Hochschule für bildende Künste Hamburg zur Eröffnung der Art-Tour am Freitagabend ab 19 Uhr im Museum Tuch + Technik.

Den Mittelpunkt der Installation bildet eine zwölf Meter lange Bahn aus feinster Seide. Auf diese ließ Schwarzhans drei künstlerische Fotomotive drucken, die sie in ihren Elementen aus Kordeln und Sporen entwickelte, wie sie sich auch auf den Seidentüchern der Nobelmarke Hermès finden. Diese wiederholen sich im „Rapport“ vier Mal. Im Laufe der Ausstellungszeit werden daraus zwei Schneiderinnen am Freitag sowie an den darauf folgenden Sonntagen im September jeweils in der Zeit von 13 bis 17 Uhr Tücher in der Größe 90 mal 90 Zentimeter nähen, indem sie die Seide rollieren, das heißt mit einem Saum aus nahezu unsichtbaren Stichen versehen.

Ist die Arbeit der Schneiderinnen nun Performance oder Handwerk? „Für mich ist das Verhältnis zwischen angewandter Kunst und bildender Kunst spannend, weil die Grenzen fließend sind. Ebenso interessierte mich die Frage nach dem Hang der Menschen zum Luxus“, erklärte die Künstlerin, die sich auch dem Studium der Psychologie widmet.

Als Festivalleiterin berichtete Sünne Höhn vom Kulturbüro, dass sich Wiebke Schwarzhans unter 15 Bewerbern mit ihrer schlüssigen Idee bei der Jury durchgesetzt habe. Zur Umsetzung des Gewinnerwerkes vergibt die Stadt eine Projektförderung in Höhe von 7500 Euro. Während des Kunstfleckens ist der Eintritt in das Museum Tuch + Technik sonntags in der Zeit von 10 bis 17 Uhr frei.

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