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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 17:17 Uhr

Einfeld : Mit Vollgas in die letzte Ferienwoche

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Aktion „Sommerferien in Einfeld“ wird zum ersten Mal gemeinsam von der Kirchengemeinde und dem Familienzentrum angeboten.

Neumünster | Damit Kinder die Möglichkeit haben, auch noch die letzte Ferienwoche komplett auszukosten, hat die Kirchengemeinde Einfeld mit dem Einfelder Familienzentrum zum ersten Mal die Aktion „Sommerferien in Einfeld“ ins Leben gerufen. „Wir wollen damit auch berufstätige Eltern unterstützen, die nach ihrem Urlaub wieder Familie und Beruf unter einen Hut kriegen müssen“, erklärte Stephanie Wandel, Angestellte der Stadt im Familienzentrum am Bollbrück. Der Ferienspaß steht unter der Schirmherrschaft des Stadtteilvorstehers Sven Radestock, Träger ist die Christusgemeinde.

45 Kinder mit und ohne Behinderung zwischen sechs und zwölf Jahren tummeln sich seit gestern bis zum kommenden Freitag im Gemeindehaus an der Dorfstraße und beschäftigen sich zwischen 9 und 16 Uhr in zehn verschiedenen Kursen. Bei Bedarf werden die Kinder von acht Uhr an betreut. „Wir hätten noch freie Plätze gehabt“, gab Mitorganisatorin und Diakonin Iris Bendzuk bekannt. Anmelden kann man sich jetzt aber nicht mehr.

Von den 20 Kursleitern helfen 16 ehrenamtlich, wobei sich Iris Bendzuk besonders über die generationsübergreifende Arbeit freute: „Die jüngsten Leiter sind elf Jahre alt, die ältesten 70 Jahre.“ Hannah Himstedt (12) und Luca Hellstern (11) sind zwei von drei Leitern, die fünf Jungen und Mädchen Sicherheit auf dem Longboard vermitteln wollen. „Ich möchte meine Lieblingsbeschäftigung mit anderen teilen und die Freude daran weitergeben“, sagte Hannah. „Wir wollen ihnen die Grundlagen des Skatens wie Bremsen, Schwungholen und um Kurven fahren beibringen“, erklärte Luca. Bei Emily, Louis und Sam (alle 8 Jahre) klappte das schon ganz gut. Gesichert mit Kopf- und Gelenkschützern rollten sie mit einem Grinsen im Gesicht über den Kirchhof.

Unter Melanie Strucks (10) Fingern ratterte eine Nähmaschine: „Ich habe mich für den Kursus angemeldet, weil ich unbedingt Nähen lernen möchte. Ich will mir eine Stifterolle machen und für meine Oma eine Tasche nähen, damit sie ihre Medikamente darin verstauen kann.“ Sabine Semrau ist eine von drei Anleiterinnen und war von dem ersten Vormittag ganz angetan: „Die Mädchen arbeiten fantastisch mit. Ich wollte schon immer gern mit Kindern nähen.“

Neben dem Zimmern von Vogelhäusern oder Bastelarbeiten gab es auch ein musikalisches Angebot durch Martina Petersen: „Wir haben ein Nachwuchsproblem im Posaunenchor, ich möchte den Kindern die Schönheit der Instrumente näher bringen“, erklärte sie. Bei Jessika (10) hat sie damit voll ins Schwarze getroffen: „Ich wollte unbedingt wissen, wie es ist, eine Trompete zu spielen, und es ist absolut cool! Es gibt Freiheit, wenn man seine Gefühle in Töne ausdrückt.“

Für das Mittagessen bereitete Petra Hamann eine gesunde Mahlzeit mit Hilfe der Kinder zu. Eifrig rührten die sechsjährigen Mädchen Mathea, Hanna und Brinja in großen Schüsseln den Nachtisch an, denn es gab Quarkspeise. Damit auch die Eltern und Freunde der Kinder eine Vorstellung von der bunten Woche bekommen, hält das Filmteam alles mit Kameras fest und schneidet einen Film zusammen. Den gibt es dann am kommenden Sonntag, 4. September, während des Familiengottesdienstes ab 10 Uhr zu sehen. „Nachbar“ auf dieser Seite

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