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Holsteinischer Courier

25. Januar 2017 | 00:30 Uhr

Modenschau im Museum : Mit dem Rollator über den Laufsteg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

20 Senioren zwischen 65 und 79 Jahren präsentierten im ausverkauften Museum Tuch + Technik eine Mode für jeden Anlass.

Neumünster | Ob sportlich oder elegant, modern oder klassisch – bei der Modenschau mit und ohne Rollator war am Donnerstagnachmittag im Museum Tuch + Technik für jeden Geschmack etwas dabei. „Chic in Bewegung“ lautete das Motto, das 20 Senioren im Alter zwischen 65 und 79 Jahren auf dem Laufsteg mit Leben füllten.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Museum, der Fachschule für Motopädagogik, dem Seniorenbüro und dem Kreissportverband. Die Modenschau war die Abschlussveranstaltung des einjährigen Projekts „Komm mit – mach mit – bring deinen Rollator mit. Neumünster, eine rollatierende Stadt.“ 40 ehrenamtliche Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Die Nachfrage nach den Eintrittskarten sei riesig gewesen, sagte Karin Ruhmöller vom Museum: „Wir sind mit 100 Besuchern ausverkauft, aber wir hätten die doppelte oder dreifache Menge an Karten verkaufen können.“

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Modehaus Adler, das die Kleidung für die Models bereitstellte. „Die Damen durften sich aussuchen, was sie auf dem Laufsteg präsentieren wollen und wurden von den Verkäuferinnen entsprechend beraten“, erklärte Karin Ruhmöller. Dabei sei besonders darauf geachtet worden, dass die Gruppen gut harmonieren.

Zu den Modellen gehörte auch Brigitte Völzmann, die festliche Abendmode präsentierte. „Ich bin durch die Rollator-Turngruppe auf die Veranstaltung aufmerksam geworden und habe sofort zugesagt“, sagte die 75-Jährige, die wie ein Profi über den Laufsteg schritt.

Mit der Modenschau hat sich Cornelia Schlick einen Traum erfüllt. Die Leiterin des von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Rollator-Projekts zog zum Ende eine positive Bilanz. Vieles sei auf den Weg gebracht worden, darunter der Rollator-Park am Haus Berlin, verschiedene Aktiv-Kurse oder das Bustraining. „Wir haben es geschafft, den Rollator gesellschaftsfähig zu machen und dafür gesorgt, dass sich viele Menschen selbstbewusst damit zeigen und sich nicht verstecken“, sagte sie und kündigte an, auf jeden Fall weitermachen zu wollen. Zu den nächsten Ideen gehört ein Bahntraining mit dem Rollator.

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erstellt am 01.Okt.2016 | 08:30 Uhr

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