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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 03:12 Uhr

Trappenkamp : Ministerpräsident Albig besuchte Schüler

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Unter dem Motto: „Dialog mit der Zukunft“ machte der Landeschef gestern Station an der Richard-Hallmann-Gemeinschaftsschule in Trappenkamp.

Trppenkamp | Kurz vor der Sommerpause nutzte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig noch einmal die Zeit, um mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Gestern besuchte er die Richard-Hallmann-Gemeinschaftsschule in Trappenkamp. Unter dem Motto: „Dialog mit der Zukunft“ war es der fünfte Schulbesuch.

„Ich möchte aus einer Diskussion etwas lernen und mitnehmen können“, meinte der Kieler Landeschef im Rahmen einer Diskussionsrunde mit etwa 100 Schülern. Die Gelegenheiten, mit jungen Menschen über die Gestaltung und ihre Wünsche zur Zukunft ins Gespräch zu kommen, seien selten genug, meinte Albig. Zuvor konnte sich Albig bei einem Rundgang durch den „Markt der Möglichkeiten“ ein Bild von der Projektarbeit an der Schule machen. Mit spannenden kurzen Einblicken in Themen, die ihnen am Herzen liegen, ließen die Schüler ihre Besucher an den aktuellen Arbeiten teilhaben.

Dazu gehörten etwa Gemeinschaftsprojekte mit einer Schule im indischen Hyderabad. „Allein das Klärwerk der Metropole scheint größer zu sein als unser Heimatort“, meinte ein Schüler im Deutsch-Indischen Klassenzimmer.

Beeindruckend war auch das Ergebnis einer besonderen Müllsammelaktion im September 2015. Bei der Aktion „International Coastal Cleanup“ sammelten die Trappenkamper Schüler an der Kieler Förde in gerade einmal drei Stunden auf einer Strandlänge von 300 Metern stolze 24,3 Kilogramm Müll. „Dabei dauert es über 450 Jahre, bis allein eine einzige PET-Flasche verrottet ist“, erklärte Nele Scherbarth aus Tensfeld, die mit ihren Mitschülern Alina Hahn und Simon Reimer bei dem Projekt dabei war. „Das ist erstaunlich und erschreckend“, meinte Albig. Bevor er sich mit dem Thema beschäftigt hatte, hätte er sich kaum vorstellen können, wie viel Mikrokunststoff sich allein in Cremes, Zahnpasta oder Rasierschaum befinde.

Insgesamt stellten die Schüler zwölf Projekte vor. Dabei war von Technik über Ökologie, Geowissenschaften bis hin zu Hauswirtschaft ein bunter Reigen vertreten. Die Erfolge der Trappenkamper Schüler reichen dabei bis hin zur Teilnahme an der Olympiade der Geowissenschaften.

In der Diskussion mit den Schülern ging später es unter anderem um den Umgang mit Flüchtlingen, nachhaltiges Wirtschaften und Gesellschaftsfragen der Zukunft. „Nicht alle Wünsche lassen sich kurzfristig verwirklichen“, meinte Albig zu einigen Fragen der Schüler. So etwa die Frage nach einer 100-prozentigen Unterrichtsversorgung. Zu den Wünschen der Jugendlichen gehörte auch die Bitte um mehr Aufklärung über das Leben in anderen Ländern.

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erstellt am 16.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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