zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 10:57 Uhr

Wohnungsmarkt : Mieten sind leicht gestiegen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der neue Mietspiegel ist erschienen. Er gilt zwei Jahre bis 2018.

Neumünster | Das Mietpreisniveau ist in den vergangenen zwei Jahren vor allem im unteren Bereich gestiegen. Hier erhöhten sich die Mieten um bis zu 6 Prozent. Das zeigt der neue Mietspiegel. Er gilt für die kommenden zwei Jahre als Richtschnur für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete.

Zusammengestellt wurde der Mietspiegel aufgrund der aktuellen Daten bei Neuvermietungen im frei finanzierten Wohnungsmarkt, die von der Wohnungswirtschaft und privaten Vermietern gemeldet wurden. Den Mietspiegel gibt es für drei Euro bei der Stadt in den Rathaus-Arkaden, die einfache Tabelle (ohne Straßenverzeichnis) auch im Internet auf der Stadtseite www.neumuenster.de.

Seit 2012 sind die Straßen nur noch in die drei Kategorien einfache, gute und beste Wohnlage eingeteilt. „Das Gros der Straßen ist der guten Wohnlage zugeordnet“, erläutert Bernd Heilmann vom Fachdienst Stadtplanung. Als einfache Lagen gelten die viel befahrenen Hauptverkehrsstraßen. Neumünsters beste Lagen liegen an der Schwale (etwa zwischen Klaus-Groth-Straße und dem Brachenfelder Gehölz), am Südufer des Einfelder Sees und im sogenannten Malerviertel in Brachenfeld.

„Besonders bei modernisierten Wohnungen sind die Mieten gestiegen“, sagt Bernd Heilmann. In die Alterskategorie vor 1965 fallen auch schöne Gründerzeit-Wohnungen – und die sind in Neumünster jetzt im Grunde alle modernisiert. „Dafür ist dann auch ein höherer Mietwert zu erzielen, und das ist ja auch fair“, sagt Heilmann.

Obwohl Neumünster immer noch ein „Mietermarkt“ mit mehr Angebot als Nachfrage ist, sind die Zeiten stagnierender oder gar sinkender Mieten schon länger vorbei, so Heilmann. „Im vergleich zu anderen Städten ist Neumünster aber immer vergleichsweise sehr günstig“, findet der Stadtplaner. Mietsteigerungen seien auch notwendig, denn sonst würde kein Eigentümer in den Wohnungsbau investieren.

Die Top-Miete liegt zurzeit bei etwa 8,30 Euro pro Quadratmeter (Neubau). Der unterste Wert ist 4,20 Euro. „Aber solche günstigen Wohnungen gibt es kaum noch am Markt“, sagt Heilmann. Es gibt zwar noch viel Leerstand in der Stadt – „aber er lässt sich in weiten Teilen nicht reaktivieren, da eine Modernisierung nicht wirtschaftlich wäre“, so Heilmann. Hier wären Abriss und Neubau eine denkbare Konsequenz. Das Fazit des Stadtplaners: „Es lohnt sich wieder, in Neumünster in Wohnungen zu investieren, sei es durch Modernisierung oder Neubau.“

zur Startseite

von
erstellt am 22.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen