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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 20:25 Uhr

Neue Serie : Mein Lieblingsort: Der Kantplatz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtteilvosteher zeigen die schönen Ecken im Stadtteil.

Neumünster | In einer kleinen Courier-Serie stellen die Stadtteilvorsteher in lockerer Folge ihren Lieblingsort im Stadtteil vor. Den Auftakt macht Rolf Schaks in der Böcklersiedlung.

„Mein Lieblingsort in der Böcklersiedlung ist natürlich der Kantplatz als zentraler Stadtteilmittelpunkt“, sagt der 55-Jährige. Das sei der Kantplatz nach wie vor, auch wenn einige Geschäfte wie der Fleischer, Bäcker, Höker, die Post, Polizeistation, der Tabakladen und der Eisenwarenhändler inzwischen fehlen. „Eigentlich war alles zum Greifen nah“, so Schaks. Um so wichtiger sei dagegen Meyers Lebensmittelmarkt am Ring.

„Der Kantplatz hat seine Funktion geändert. Er ist nicht Grünfläche, sondern gepflastert als Fläche für Veranstaltungen vom Hilfspunkt, das ist unser Bürgerverein“, erklärt Schaks und nennt die Flohmärkte, das Maibaum- oder das Stadtteilfest. „Den kleinen Wochenmarkt auf dem Kantplatz gibt es leider auch nicht mehr“, bedauert er.

Am Nachmittag ist der Kantplatz jetzt in erster Linie ein Kinderspielplatz und Treffpunkt für die ältere Generation, die sich auf den schönen Bänken zum Plaudern niederlässt.

Die Häuser rund um den Platz sind von der städtischen Wobau komplett durchmodernisiert worden. Die Ladenzeile ist behindertengerecht neu gestaltet; eine Rampe hat die vormaligen Stufen ersetzt. Es gibt jetzt Aufzüge in den Wohnblocks. „Der Wohnwert ist dadurch enorm gestiegen“, sagt Schaks. Es gebe nur noch wenige Gebäude in der Böcklersiedlung, die noch nicht in irgendeiner Form angefasst wurden, und sei es „nur“ zur energetischen Sanierung. Schaks: „Das hat dem Stadtteil gut getan. Es sind junge Familien zugezogen und ältere Menschen aus anderen Stadtteilen, die hier in der Böcklersiedlung seniorengerechten Wohnraum finden.“

Trotz mancher Lücken gibt es aus seiner Sicht eine durchaus funktionierende Nahversorgung und Infrastruktur mit Ärzten, Apotheken, dem Lebensmittelmarkt, Frisör und der guten Busanbindung in die nahe Innenstadt.

Rolf Schaks ist Sozialdemokrat, gebürtiger und überzeugter „Böcklerianer“, auch wenn er inzwischen in Faldera wohnt. „Ich bin hier an der Breslauer Straße und am Gerhard-Hauptmann-Platz aufgewachsen und zur Schule gegangen, erst an der Hans-Böckler-, dann an der Immanuel-Kant-Schule“, sagt er und erinnert an Zeiten, als hinter jedem Haus eine kleine Spielfläche war. „Und wenn nicht, dann haben wir uns die Teppichstangen als Fußballtore ausgesucht“, sagt er.

Das Anfang der 1970er-Jahre gebaute Bad am Stadtwald ist für ihn ebenso ein Glücksfall wie der nahe Stadtwald, auch wenn der ja schon zur Gartenstadt gehört. „Die Zeiten, in denen die Böcklersiedlung ein sozialer Brennpunkt war, sind lange vorbei“, sagt Schaks. Zwei Wünsche für den Stadtteil hat er schon: den dringend benötigten Anbau für die Hans-Böckler-Schule, und im Gewerbepark am Log-In könnte sich etwas mehr tun.

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erstellt am 28.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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